Die Dokumentationssoftware i-doit trifft auf Augmented Reality

i-doit kommt in der erweiterten Realität an. Auf Basis der Hololens von Microsoft ist nun ein erster Anwendungsfall als Prototyp verfügbar, der das Potenzial der neuen Technik verdeutlicht und einen Ausblick auf die fundamentalen Änderungen gibt, die Augmented Reality (AR) in der Interaktion mit Computersystemen und Informationen mit sich bringt.

synetics ist fest davon überzeugt, dass dieser “Game-Change” in den nächsten Jahren kommt und wird i-doit konsequent an dieser Entwicklung ausrichten. So sind bereits für dieses Jahr noch weitere AR-Umsetzungen geplant, die spätestens zur großen i-doit Anwenderkonferenz im September vorgestellt werden. Ob Rackansichten, Patchverbindungen oder Servicebäume, das Potenzial der Technik ist umfassend und das Arbeiten damit macht einfach Spass. Dass man dabei in Sachen Effizienz auch noch unschlagbar ist, klingt schon fast nach ein wenig Magie. Aber so haben alle großen Änderungen am Beginn ausgesehen…

u

Was ist eigentlich Augmented oder auch Blended Reality genau?

Im Grundsatz hat die Definition von Ronald Azuma zum Thema Augmented Reality, aufgestellt um die Jahrtausendwende, weiterhin Gültigkeit:

 

  • Augmented Reality ist eine Kombination von realen und virtuellen Elementen.
  • Augmented Reality Systeme sind interaktiv in Echtzeit.
  • Die Verbindung von virtueller und realer Information erfolgt dreidimensional.

 

In der öffentlichen Wahrnehmung spielt allerdings die Virtual Reality (VR) aktuell eine größere Rolle und wird heute im Wesentlichen von Sony/Playstation, der Facebook-Tochter Oculus und dem Grafikspezialisten HTC/Vive angetrieben. Die Unternehmen sind aber primär auf Konsumenten und Spieler ausgerichtet. Bei VR taucht der Nutzer visuell vollständig in eine andere Welt ein , hat aber eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Im Gegensatz dazu „erweitert“ die Augmented Reality die Sicht des Nutzers auf die reale Umgebung. Sie kann ihm zusätzliche Informationen zu den gesehenen Dingen anzeigen oder auch beliebige Visualisierungen in die echte Umgebung einfügen und eine Interaktion mit diesen ermöglichen.

Auch wenn es in der historischen Betrachtung viele Erfinder der Augmented Reality (AR) zu geben scheint – so kann auf jeden Fall festgestellt werden, das die Technologie sich gerade aufmacht unseren Umgang mit Computern von Grund auf zu verändern. Dabei zeigt der Begriff „augmented“ (verstärkt, verbessert) den ideellen Charakter, der der Wortschöpfung zugrunde lag. Heutige Lösungen werben dagegen verstärkt mit Begriffen wie „mixed“ (MR) oder „blended“ (BR), also der „vermischten Realität“. Stellt sich mit Blick auf die auch hier sehr US-lastige Industrie die Frage, ob das Marketing oder der Justiziar den Ausschlag dafür gegeben hat…

Auf jeden Fall hilft es die Technik besser einzuordnen, wenngleich wir ob des geläufigeren Begriffs hier bei der Bezeichnung AR bleiben werden. Und so sprechen wir faktisch also von Verbesserungen in der Nutzung von Daten und Systemen durch den Einsatz vermischter Realität. Dass das mitunter dramatische Auswirkungen haben und zu deutlichen Verbesserungen in der Handhabung führen kann, wollen wir mit unserem Prototypen eines AR-Anwendungsfalls für i-doit demonstrieren. Beginnen wir aber mit einer grundsätzlichen Begriffsklärung und einem Blick auf die zum Teil skurrilen aber weitsichtigen Ideen und Entwicklungen, die der AR-Technologie zum heutigen Stand verholfen haben.

i-doit graphic manAR meets i-doit

Damit kommen wir zum Kern unserer Betrachtungen zum Thema Augmented Reality: wie können wir es den Anwendern von i-doit einfacher machen, mit den Dokumentationsdaten umzugehen? Welche wirkungsvollen Anwendungsfälle gibt es und wie könnten sie in einer AR-Umsetzung aussehen?

Ausgehend von diesen Überlegungen haben wir auf Basis der Development Edition der Microsoft Hololens, dem Unity Entwicklungsframework und der API von i-doit einen ersten Anwendungsfall für i-doit umgesetzt und freuen uns sehr über Kommentare und Anregungen dazu. Das hier vorgestellte Video zeigt, wie eine Rack-Positionierung von Geräten in i-doit mit AR funktionieren kann, indem mittels der Positionsdaten aus i-doit ein virtuelles Rack neben dem echten Rack dargestellt wird. Nun kann der Nutzer die Geräte im virtuellen Rack mit seiner Hand greifen und an die Stelle schieben, die der im echten Rack entspricht. Gerade dieser Anwendungsfall zeigt, im Gegensatz zur klassischen Erledigung mit Maus und Tastatur, den großen Zeit- und letztlich Spassvorteil, den diese Art des Arbeitens mit sich bringt.

In Entwicklung befindet sich jetzt noch eine App, die die Belegung eines Switches anzeigt, also: an welchem Port welches Gerät angeschlossen ist. Diese sollen dann als virtuelle Objekte, im Raum schwebend, an den jeweiligen Ports des Switches angebunden, dargestellt werden. Wir werden absehbar bis zu unserer Anwenderkonferenz im September noch einen dritten Anwendungsfall in AR umsetzen und unseren Besuchern bei der Konferenz die Gelegenheit zum selber ausprobieren geben. Für diesen dritten Use Case sind wir im Übrigen auch noch für Anregungen unserer Anwender, Leser oder Zuschauer offen. Viel Spass bei diesen Einblicken in die nahe Zukunft.

AR-Demopoint auf der i-doit Anwenderkonferenz 2017

Share This