Die Development-Partnerschaft von i-doit bringt laufend neue Add-ons hervor. So wird der Funktionsumfang von i-doit erweitert und es werden neue Anwendungsfälle möglich. Nun ist eine weitere mobile App verfügbar – sie macht i-doit nicht nur mobil, sondern spart in vielen Prozessen auch noch eine Menge Zeit. 

Wir haben mit dem Entwickler Georg Sieber gesprochen, der uns Einblick in die Funktionen und Entstehungsgeschichte gewährt.

Hallo Herr Sieber! 
Sie haben die APP itInventory für i-doit pro entwickelt, diese ist in den App Stores von Apple und Google seit einigen Wochen verfügbar. Mit Ihrer Entwicklung kann nun auch mit mobilen Endgeräten nativ auf die CMDB-Daten in i-doit zugegriffen werden. Uns interessiert der Hintergrund: Aus welcher Not wurde itInventory geboren?

Bei meinem Arbeitgeber wird i-doit seit Anfang 2017 verwendet und wir verwalten damit u.a. viele mit Windows und Linux betriebene Arbeitsplatz-PCs. Nun steht natürlich auch bei uns die Umstellung auf Windows 10 an, die auch mit Erneuerung der Hardware einhergeht.

Für mehrere hundert Windows 7-Rechner, die umgestellt werden müssen, fällt damit eine große Menge Arbeit an, die gut koordiniert werden muss. Wir sehen deshalb eine gute Datenbasis in unserer CMDB hierfür als wichtig an, da wir den Umstellungsprozess auch in i-doit dokumentieren wollen. 

Vor Umstellung soll daher auch geprüft werden, ob die Daten des Rechners in der CMDB (u.a. Standort und Kontaktzuweisung) korrekt sind, um Nachfragen und Verzögerungen zu vermeiden. Wir haben überlegt, wie wir diese Aufgabe bei der Anzahl von Rechnern möglichst einfach gestalten können und sind dann schnell auf die Idee gekommen, dass eine Smartphone-App dafür am praktischsten wäre.

Ich habe itInventory anschließend im Rahmen meiner selbständigen Entwicklertätigkeit auf die Beine gestellt.

Warum i-doit?

Wir haben zunächst ganz klassisch mehrere Systeme angeschaut und bewertet. i-doit hat das Rennen gemacht, weil uns die intuitive Bedienung und die flexible Erweiterbarkeit überzeugt hat. Seit Anfang 2017 verwenden wir i-doit im Produktivbetrieb. 

Welche Aktionen kann man mit Ihrer App bereits durchführen, bzw.: Welche i-doit Funktionen deckt Ihre App ab? 

Sie können mit der App einen i-doit QR-Code oder auch selbst erstellte (1D-)Inventar-Barcodes einscannen. Die App fragt dann die Schnittstelle von i-doit ab und zeigt die zugehörigen Objektdetails an. Es erfolgt dabei kein direkter Zugriff auf die Datenbank, alle Anfragen werden über die JSON-API via HTTP(S) abgewickelt.

Dies bietet einige Vorteile, zum Beispiel muss der Datenbankserver nicht nach außen erreichbar sein. Die Objektdetails lassen sich natürlich auch bearbeiten. Zusätzlich kam mit dem letzten Update eine Adressbuch- und Stapelverarbeitungsfunktion hinzu (letztere ist im Moment nur in der Android-App verfügbar). Für die Zukunft kann ich mir noch vorstellen, die App dahingehend zu erweitern, dass auch selbst erstellte Kategorien angezeigt werden können.

Sie unterstützen somit die Inventarisierung und optimieren die IMAC-Prozesse. Diese werden ja oft und gerne im Team durchgeführt. Woher weiß ich, dass ein Kollege bereits mit der Inventarisierung eines Arbeitsplatzes oder Stockwerks fertig ist? Findet mit Ihrer App auch eine Art Protokollierung statt?

Ja, bei Bedarf speichert die App das Datum der letzten Prüfung in ein beliebiges Feld, das man in den Einstellungen angeben kann. Dadurch ist gleich sichtbar, ob und wann ein Gerät kontrolliert wurde.

Bedingung ist, so nehme ich an, eine bestehende Netzwerkverbindung zum i-doit Server? Kann die App auch Daten puffern, falls der Server nicht erreichbar ist oder kein WLAN zur Verfügung steht?

Eine Offline-Funktion bietet die App im Moment noch nicht an. Ohne Netzwerkverbindung müsste die App auf eine zwischengespeicherte Version der i-doit-Daten zurückgreifen. Dies zu implementieren stellt etwas mehr Aufwand dar, wenn jedoch daran Interesse besteht, werde ich es gerne umsetzen.

Gibt es für Tablets eine erweiterte Oberfläche oder erweiterte Funktionen?

Die App ist noch relativ jung und für unseren Einsatzzweck lag der Fokus zunächst auf der Nutzung mit Smartphones. Trotzdem ist die Nutzung auf Tablets natürlich möglich. Eine Optimierung der Darstellung für größere Displays kann ich mir für ein nächstes Update gut vorstellen.

Unsere Kunden interessiert sicher auch das Bezahlmodell. Gibt es freie Funktionen, ab wann muss bezahlt werden und wie viel kostet der Maximalausbau?

Grundsätzlich ist die App kostenfrei erhältlich, damit jeder zunächst einmal testen kann, ob die App überhaupt in die eigenen Workflows passt. Wenn einem die App gefällt, kann man den Bearbeiten-Modus via In-App-Einkauf für einmalig 9,99 € pro eingesetztem Smartphone freischalten und dadurch die Weiterentwicklung unterstützen.

Um Details mehrerer Objekte in einem Rutsch zu ändern, kann man sich auch noch für den zweiten In-App- Einkauf, die Stapelverarbeitung (ebenfalls 9,99 € auf Android), entscheiden. Wir verwenden die Stapelverarbeitung zum Beispiel, wenn mehrere Geräte in die IT-Abteilung zurückkommen und in das Lager gestellt werden. Dann müssen der Standort, der CMDB-Status und die Kostenstelle geändert, sowie die Kontaktzuweisung entfernt werden.

Sie sind ja auch eine Partnerschaft mit uns eingegangen, die sogenannte Development-Partnerschaft. Diese steht sowohl Anwendern als auch Partnern zur Unterstützung der eigenen Entwicklungsprojekte zur Verfügung. Welche Vorteile haben Sie dadurch?

Durch die Development-Partnerschaft bin ich besser über die Entwicklungen von i-doit informiert. Das hilft mir, die Qualität meiner i-doit- Erweiterungen zu verbessern. Den i-doit Development Day, den ich dieses Jahr erstmalig besuchen möchte, sehe ich eine gute Möglichkeit für den Austausch untereinander.

Wird es Erweiterungen des Funktionsumfangs geben, haben Sie da noch etwas geplant?

Weitere Funktionen möchte ich gerne in Zukunft noch angehen. Etwa die Nutzung mit Barcodescannern via Bluetooth, denn bei schlechten Lichtverhältnissen dauert es meist ein bisschen länger, bis der Code mit der Kamera des Smartphones gelesen werden kann. Auch das LED-Licht ist bei schlechter Label-Druckqualität nicht immer hilfreich.

Ich nehme an, die App wird nicht die letzte Innovation sein? Welche i-doit Projekte kommen als nächstes?

Ich überlege derzeit, die Adressbuch-Funktion in eine eigenständige App auszulagern, da sie thematisch nicht ganz in eine „Inventarisierungs-App“ passt. Dementsprechend wird das Adressbuch dann noch mehr passende Zusatzfunktionen erhalten.

Zum Austausch von Erfahrungen bieten sich unsere Veranstaltungen an. Im September 2019 findet wieder eine Anwenderkonferenz statt. Wird man Sie dort antreffen?

Ja, ich werde mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dabei sein – und stehe dann gerne für Fragen oder Weiterentwicklungswünsche bereit.

Danke, Herr Sieber, für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit i-doit!

Die App kann im Apple App Store und Google App Store bezogen werden. Die Verrechnung erfolgt über die üblichen App Store Prozesse direkt mit dem Hersteller. synetics ist in keiner Weise an dem Unternehmen von Herrn Sieber beteiligt. Gewährleistung und Support erfolgt direkt durch das Herstellerunternehmen. Das Interview führte Peter Resch-Edermayr, CMDB-Evangelist bei synetics.

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