Planung - Start IT Dokumentation Projekt
“Wie soll ich mit einer IT-Dokumentation beginnen?”
“Was muss ich dokumentieren?”

Diese Fragen hören wir oft. Und die Antwort ist bestechend einfach: Stellen Sie fest, was Sie benötigen und reduzieren Sie Ihre IT-Dokumentation auf diese Anforderungen.

Das klingt in der Theorie einfach. In der Praxis stellen sich jedoch zahlreiche Herausforderungen in den Weg. Machen wir uns gemeinsam auf die Reise zu Ihrer IT-Dokumentation.

Verschiedene Nutzer, verschiedene Anforderungen

Wahrscheinlich werden Sie eine IT-Dokumentation für Ihren eigenen Aufgabenbereich anfertigen: die IT. Und als eingefleischter Admin haben Sie vermutlich eine Vorliebe für detailreiche technische Datensammlungen. Bedenken Sie jedoch, dass weitaus mehr Personen und Abteilungen im Unternehmen ein Interesse an den gesammelten Daten haben. Und nicht alle Nutzergruppen benötigen die gleiche Detailtiefe.

Die Buchhaltung interessiert sich nicht für die technischen Details der erfassten Geräte. Hier werden Dinge wie Anschaffungsdatum und -kosten relevant sein.
Die Mitarbeiter im Support werden wiederum andere Anforderungen an eine IT-Dokumentation haben. In dieser Abteilung werden Anleitungen benötigt und Informationen, die sich auf Vorgänge beziehen.
Service Manager können mit derartig granularen Informationen nichts anfangen und benötigen einen schnellen Blick über die Abläufe im Unternehmen.

Unser Tipp: Holen Sie zum Start des Projektes Vertreter aller Abteilungen an einen Tisch. Sie sollten jeden, der später von den Daten der IT-Dokumentation Gebrauch machen wird, in das Projekt involvieren.

Falsche Prioriäten

Oft weckt die IT-Dokumentation den Jäger und Sammler in Ihnen. Dies führt unweigerlich dazu, dass Sie zuviel oder das Falsche dokumentieren. Am Ende haben Sie Dinge in die IT-Dokumentation aufgenommen, die Sie nie wieder benötigen.

Dieser Leitfaden soll Ihnen dazu dienen, die richtigen Fragen zu stellen. So werden Sie Ihren Weg zu einer IT-Dokumentation finden, die Ihnen einen wirklichen Mehrwert bietet.

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er erklärt Ihnen nicht im Detail, wie eine IT-Dokumentation funktioniert. Aber er macht Ihnen einen sicheren Einstieg in das Thema möglich. So können Sie Ihre Ziele bestimmen und erreichen.

IT-Dokumentation

Einige Überlegungen zu Beginn

Wenn Ihre bisherige IT-Dokumentation langsam verkümmert, gibt es nur einen triftigen Grund: Sie haben das Vertrauen in die Genauigkeit der Daten verloren. 

An einem bestimmten Punkt fanden Sie veraltete oder unpräzise Informationen in der Dokumentation vor. Dies war der Zeitpunkt, an welchem Ihre IT-Dokumentation für Sie wertlos wurde. Und so ergeht es Administratoren und IT-Leitern jeden Tag überall auf der Welt.

Sie benötigen nicht nur eine IT-Dokumentation. Sie brauchen auch wohlüberlegte Prozesse, mit denen Sie die Aktualität der darin enthaltenen Informationen sicherstellen. Dies erfordert das Wissen um die Pflege der Daten und eine gute Portion Disziplin. Diese Disziplin lässt sich nicht installieren. Sie ist ein menschlicher Faktor, der erlernt werden muss.

IT-Dokumentation beginnt mit Politik

“Politik” mag übertrieben erscheinen. Aber Sie als Verantwortlicher für das Projekt möchten, dass die IT-Dokumentation nicht nur akzeptiert, sondern im Tagesgeschäft genutzt wird. Und dieses Ziel können Sie praktisch nur auf einem Weg erreichen: binden Sie Mitarbeiter und Vorgesetzte so früh wie möglich ein. Begeistern Sie alle Beteiligten für das Projekt und machen Sie ihnen die Vorteile klar. Denken Sie nicht nur an Ihre Bedürfnisse, sondern – wie oben erwähnt – an alle anderen.

IT-Dokumentation muss konsistent und zentral sein

Dies ist das Mantra, das Sie beim Erstellen Ihrer Dokumentation ständig wiederholen sollten. Konsistenz sorgt für Vertrauen. Es nicht nur um das Vertrauen, das Sie selbst in Ihre eigene Dokumentation haben. Es geht vor allem um das Vertrauen der anderen Beteiligten.
Definieren Sie die Informationstiefe.

Wenn Sie eine Information für ein einzelnes Element dokumentieren, sollten Sie sie für alle anderen Elemente dokumentieren. Das bedeutet, wenn Sie die IP-Adresse eines Servers in der IT-Dokumentation hinterlegen, sollten Sie das für alle anderen Server tun.

Was passiert, wenn Sie das nicht tun?

Die Dokumentation ist nicht nur für Ihre eigene Arbeit gedacht. Alle Personen, mit denen Sie zusammenarbeiten, sollen von ihr profitieren. Die Leute verlassen sich auf die Informationen und erwarten, dass sie vollständig sind. Wenn Ihr Mitarbeiter die IP-Adresse eines Servers in der Dokumentation findet, erwartet er das auch für jeden anderen Server. Ist dies nicht der Fall, verliert er das Vertrauen in die Dokumentation (siehe “IT-Dokumentation beginnt mit Politik”).

Setzen Sie sich kleine Ziele und versuchen Sie, diese Schritt für Schritt zu erreichen. Es reicht aus, in einem ersten Schritt die IP-Adresse und den Hostnamen aller Server zu dokumentieren. Doch wenn Sie das tun, tun Sie es für alle Server.

Die Dokumentation muss Ihren Anforderungen entsprechen

Vermeiden Sie ein Dasein als Jäger und Sammler. Finden Sie heraus, welche Anforderungen Ihr Tagesgeschäft mit sich bringt. Definieren Sie, welche Fragen Sie beantworten müssen und legen Sie fest, welche Informationen Sie benötigen. Das Ergebnis aus diesen Überlegungen halten Sie als Richtlinie für Ihre Mitarbeiter und für sich selbst fest.

Wenn Sie zu viel dokumentieren, werden Sie nie in der Lage sein, alle Informationen aktuell zu halten. Ein weiterer Nachteil beim Sammeln einer zu großen Menge an Daten: relevante Dinge gehen in der Masse nebensächlicher Informationen verloren. Sie werden kaum noch in der Lage sein, die wirklich wichtigen Daten zu finden.

Sie müssen Ihre IT-Dokumentation sorgfältig planen und organisieren. Bedenken Sie dabei bitte zwei Dinge:

 

  • Dokumentation braucht Zeit
    Planen Sie die benötigte Zeit im Voraus. Sorgen Sie dafür, dass diese Tatsache von allen Ihren Mitarbeitern und Chefs akzeptiert wird. Über den zusätzlichen Zeitaufwand für die Dokumentation sollte nicht gestritten werden.
  • Beziehen Sie Ihre Dokumentation in Ihre Prozesse und Projekte ein.
    Gibt es einen Leitfaden für die Einrichtung neuer Server? Nehmen Sie die notwendige Dokumentation unbedingt mit auf. Werden neue Exchange-Server von externen Beratern eingerichtet? Informieren Sie sie darüber, wie diese in Ihre IT-Dokumentation aufgenommen werden können. Teilen Sie ihnen die genauen Anforderungen mit, die Sie haben.

Technische und betriebliche Dokumentation

Diese beiden gehören zusammen. Schaffen Sie einen Ort, an dem Sie beide Arten von Informationen dokumentieren. Technische Informationen sind das Minimum. Aber Sie sollten auch dokumentieren, warum und wie etwas installiert wurde.

Halten Sie diese Informationen asset- oder service-orientiert. Dokumentieren Sie etwa einen neuen E-Mail-Server, halten Sie die MX-DNS-Einträge nicht im E-Mail-Serverkontext fest, sondern im DNS-Server-Kontext. Wenn Sie Konfigurationsinformationen wie diese verbunden haben, halten Sie in jedem Fall eine zusätzliche Servicedokumentation bereit. In dieser halten Sie fest, wie und warum diese Konfigurationen zusammengehören.

Aber genug der Theorie. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und loslegen.

Wir beginnen mit verschiedenen Aspekten, die Ihre IT-Dokumentation abdecken kann. Informieren Sie Sie sich über die verschiedenen Teile in diesem Artikel. Anschließend sind Sie in der Lage zu entscheiden, welche Aspekte in Ihrer IT-Dokumentation behandelt werden sollten oder nicht.

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Einstieg und Projektbeginn IT-Dokumentation: Schritt 1

Physische Infrastruktur

Es gibt nur einen vernünftigen Grund, die physische Infrastruktur nicht zu erfassen: Sie haben keine. Da dies jedoch unwahrscheinlich ist, beginnen Sie idealerweise mit diesem Schritt. 

Diese Informationen sind meist statisch. Sie müssen sie einmal dokumentieren. Und Sie müssen in vielen Situationen wissen, wo sich etwas befindet.

Sie entscheiden über den Detaillierungsgrad. Wenn Sie ein großes Rechenzentrum haben, möchten Sie Ihre IT-Komponenten bis hinunter zur Rackposition dokumentieren. Wenn Sie einen kleinen Computerraum haben, dokumentieren Sie den Raum, in dem sich die Komponenten befinden. Grundrisse und Raumpläne können sich bei komplexen Infrastrukturen als nützlich erweisen.

Einstieg und Projektbeginn IT-Dokumentation: Schritt 2

Netzwerke

Die Dokumentation von Netzwerken ist eine der wichtigsten Aufgaben. Diesen Schritt sollten Sie niemals auslassen. Sie besteht meist aus komplexen logischen Konfigurationen. Diese sind schwer zu reproduzieren, wenn Systeme ausfallen oder wenn Sie keinen Leitfaden zur Hand haben.

Die gute Nachricht: Ihre IT-Dokumentation wird dieser Leitfaden sein.

Informationen, die Sie in Betracht ziehen sollten:

  • Die wichtigsten Dokumente über Ihre Netzwerke sollten Netzwerkdiagramme sein, die Ihre LAN/WAN-Strukturen, Router sowie Ihre Layer-2 und Layer-3-Netze zeigen. Teilen Sie diese in mehrere Diagramme auf. Diese Teile sollten verschiedene Aspekte Ihrer Netzwerke zeigen, z.B. ein Diagramm Ihrer Büronetzwerke oder ein DMZ-Diagramm
  • Richten Sie ein IP Address Management (IPAM) ein
  • Dokumentieren Sie Ihre DNS. Als erfahrener Admin wissen Sie: das Problem ist immer DNS!
  • Alle Routing-Informationen sollten nicht nur als Diagramm, sondern auch in Textform verfügbar sein.
  • Es empfiehlt sich, Informationen über Switch-Ports und die angeschlossenen Geräte an einer zentralen Stelle zu haben. Es gibt viele Möglichkeiten und Werkzeuge, um diese Informationen automatisch zu erhalten.

Ein Wort zu Firewalls

Firewalls bekommen hier einen eigenen Absatz. Nicht weil sie eine herausragende Bedeutung haben, sondern weil viele Nutzer einer IT-Dokumentation zu viele Informationen über Firewalls dokumentieren.

Bitte dokumentieren Sie die grundlegenden Informationen, wie sie für aktive Komponenten definiert sind. Hinterlegen Sie jedoch nicht sämtliche Firewallregeln in Ihrer Dokumentation.

Es gibt sicher den einen besonderen Fall, in dem jemand eine Ausnahme benötigt. Aber dieser lässt sich durch entsprechende Dokumente (Screenshots, Konfigurations-Backups) in Ihrer IT-Dokumentation abdecken. Übertragen Sie bitte nicht alle Daten manuell. Diese Informationen ändern sich zu häufig.

Eine Sicherheitsdokumentation ist außerdem ein vollkommen anderes Thema. Es handelt sich hierbei um eine ganz andere Disziplin als Ihre IT-Dokumentation. Werfen Sie bitte einen Blick auf Stichworte wie “ISMS” (Information Security Management System) und Standards wie “ISO 27001”.

Was ist denn mit der Verkabelung?

Wir können Ihre Gedanken hören. “Wirklich? Verkabelung?”

Die Dokumentation der Verkabelung ist eine Menge Arbeit. Fragen Sie sich selbst, ob es das Wert ist. Wir wissen, wie ärgerlich es ist, herauszufinden, an welchem Switch ein Kabel hängt und zu welchem Server es führt. Aber die Dokumentation jedes (!) einzelnen Kabels ist eine viel größere Herausforderung. Denken Sie daran: Die IT-Dokumentation muss konsistent sein.

Wann es sinnvoll ist, die Verkabelung zu dokumentieren:

  • Sie sind in einer entsprechenden Branche tätig
  • Sie haben eine vollkommen chaotische Verkabelung
  • Sie arbeiten mit vielen verschiedenen Personen an der Verkabelung
  • Sie haben eine große/komplexe Infratstruktur
  • Sie beginnen Ihre Verkabelung von Grund auf neu.

Administrative Informationen

Wir können diesen Punkt nicht oft genug betonen. Verwaltungsinformationen gehören zu den wichtigsten Dingen, die es zu dokumentieren gilt. Wenn Ihre Produktions-Firewall ausfällt, müssen Sie nicht wissen, welche Seriennummer die SSD hat. Sie müssen jedoch wissen, ob noch Garantie auf die Hardware besteht oder ob Sie einen gültigen Support-Vertrag haben. Und Sie müssen wissen, wen Sie anrufen müssen.
Informationen, die Sie in Betracht ziehen sollten:

  •  Support-Verträge
  •  Kontaktpersonen/Firmen/Händler (einschließlich Adressen, Telefon)
  •  Informationen zur Buchhaltung
  •  Software-Lizenzierung
Einstieg und Projektbeginn IT-Dokumentation: Schritt 3

Aktive Komponenten

Alle aktiven Komponenten – wie z.B. Server, Switches, Router – in Ihrer IT-Infrastruktur sollten in irgendeiner Art und Weise dokumentiert werden. Stellen Sie selbst Regeln auf, welche Informationen über welche Art von Hardware dokumentiert werden sollen. Wie bereits erwähnt: Setzen Sie sich selbst Ziele.

Welche aktiven Komponenten sollen überhaupt dokumentiert werden? Gehören auch Mobiltelefone in die IT-Dokumentation? Gerade in Zeiten von Heimbüros und mobilem Arbeiten (“HomeOffice”) ergibt die zweite Frage durchaus Sinn.
Informationen, die Sie in Betracht ziehen sollten:

  • Grundlagen (Name, Seriennummer)
  • Physischer Standort
  • Der IT-Dienst, zu dem es gehört bzw. der Zweck des Geräts
  • Hardware (Hersteller/Modell und Hardware-Informationen)
  • Vernetzung (IP-Adressen, Subnetze, Ports, VLAN, DNS usw.)
  • Betriebssystem (Typ, Version, Patchlevel)
  • Installierte Software
  • Installierte Server-Rollen und Dienste
  • Spezifische Konfigurationseinstellungen
  • Konten und Passwörter
  • Zugang (URLs)
  • Backup Up (Wie?/Wo?/Zyklus?)
  • Kontaktpersonen (und Verantwortlichkeiten)
  • Informationen zur Buchhaltung
  • Garantie-Informationen / Support-Verträge
Zur Erinnerung: Die IT-Dokumentation muss konsistent sein. Setzen Sie klare Regeln auf und definieren Sie, welche Informationen Sie für welche Geräteklasse erfassen müssen. Weniger ist mehr und hilft Ihnen, den Überblick zu behalten.

Virtuelle Umgebungen

Für virtuelle Server gilt dasselbe wie für physische Server.

Der einzige Unterschied ist: Wenn Sie einen Cluster von virtuellen Hosts haben, versuchen Sie nicht, die genaue Konfiguration manuell in Ihre Dokumentation zu kopieren. Wenn Sie einen automatischen Prozess haben, der Ihre Dokumentation darüber aktualisiert, welche VM auf welchem Host läuft? Das ist vollkommen in Ordnung. Versuchen Sie nicht, dies manuell zu tun. Die Dinge ändern sich zu oft und Sie werden am Ende eine ungenaue Dokumentation erhalten.

Informationen, die Sie in Betracht ziehen sollten:

  • Dasselbe wie für Server/Switches/Router
  • Welche VM läuft auf welchem Host/Cluster
  • Konfiguration der virtuellen Switches

Storage Area Networks

Sie sollten Ihre Speichernetzwerke auf jeden Fall dokumentieren. Tun Sie dies aber nur so weit, dass die Daten noch handhabbar und für Sie nützlich sind. In den meisten Fällen benötigen Sie Informationen darüber, auf welche LUNs von welchen Servern zugegriffen wird. Einige Leute wollen Informationen über die FC-Verkabelung. Andere Leute wollen detaillierte Informationen über die physikalischen Arrays und Festplatten.

Wie umfassend und detailliert die Dokumentation wird, liegt selbstverständlich in Ihrem Ermessen. Aber denken Sie immer an unseren wichtigsten Grundsatz: Konsistenz.

Informationen, die Sie in Betracht ziehen sollten:

  • Grundlagen (Name, Standort, Seriennummer)
  • Hardware (Hersteller/Modell- und Hardware-Informationen, Festplatten und physische Arrays)
  • Vernetzung (IP-Adressen, Subnetze, Ports, VLAN, DNS, …)
  • Betriebssystem (Typ, Version, Lizenz)
  • LUNs und was auf sie zugreift
  • Kontaktpersonen
  • Informationen zur Buchhaltung
  • Garantie-Informationen / Support-Verträge

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Datacenter / Server-Raum-Equipment

Alle anderen passiven Geräte in Ihrem Rechenzentrum sind zumeist optional zu dokumentieren. Abgesehen vom Standort gibt es keine wirklichen Richtlinien dafür, was Ihre Dokumentation enthalten sollte. Eine Sache, die wir bei passiven Komponenten oft dokumentiert sehen, ist der Wartungsplan und die Wartungsergebnisse.

Ein Minimum, das wir empfehlen würden, ist die Dokumentation der Serverschränke. Hier sind einige andere Dinge, die in Ihrer Dokumentation nützlich sein könnten:

  • Racks
  • Kühlanlage
  • Feueralarmsystem
  • USV
  • Stromversorgung allgemein

Sind Sie im Rechenzentrumsgeschäft tätig sind oder haben ein großes Datacenter? Dann sollten Sie sich vielleicht eine spezielle DCIM-Lösung (Datacenter Infrastructure Management) ansehen.

Einstieg und Projektbeginn IT-Dokumentation: Schritt 4

Arbeitsplatz- und Client-Systeme

Jetzt wird es einfach, aber arbeitsintensiv. Wenn Sie sich um Arbeitsplatzsysteme kümmern müssen, dokumentieren Sie diese.

Fügen Sie Ihrer IT-Dokumentation alles hinzu, wofür Sie verantwortlich sind:

  • Client-PCs
  • Laptops
  • Docking-Stations
  • Monitore
  • Drucker
  • Telefone
  • Mobiltelefone
Die Dokumentation sollte mindestens den Namen, das Modell, den Standort, die Kontaktperson und die Seriennummer einer Komponente enthalten. Die Situation hier ist in jeder IT-Umgebung sehr unterschiedlich. Es hängt davon ab, wofür Sie als Administrator verantwortlich sind – vom Support bis zum Kauf neuer Komponenten.
Einstieg und Projektbeginn IT-Dokumentation: Schritt 5

Software und Lizenzen

Das Knifflige an der IT-Dokumentation von Software ist die schiere Masse an Informationen. Wenn Sie ein Discovery-Tool einsetzen, um Software automatisch zu dokumentieren, erhalten Sie unzählige unerwünschte Daten.

Nach einem Durchlauf wissen Sie beispielsweise, auf wie vielen Computern und in welchen Versionen der Adobe Reader installiert ist. Aber wollen Sie das wirklich?

Fragen Sie sich auch hierbei, was Sie wirklich benötigen:

  • Lizenzinformationen?
  • Informationen über installierte Software-Versionen (aus Sicherheitsgründen etc.)?
  • Informationen darüber, welche Software auf welchem Server/Client installiert ist?
Abhängig von Ihren Anforderungen sollten Sie eine passende Strategie wählen. Diese kann beinhalten, alles manuell zu dokumentieren. Das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn Sie z. B. nur die Anzahl der auf den Clients installierten Office-Lizenzen benötigen. Sie kann jedoch auch eine vollautomatische Ermittlung der installierten Software auf jedem Computer im Netzwerk beinhalten. 

Wie auch immer Ihre Strategie aussieht, es ist empfehlenswert, die unwichtigen Daten (z.B. installierte Treiberpakete) von vorn herein auszufiltern.

Denken Sie daran: Das Speichern zu vieler Informationen kann verhindern, dass Sie die benötigten Informationen finden!

Einstieg und Projektbeginn IT-Dokumentation: Schritt 6

IT-Services

Nun schauen wir uns die Königsdisziplin an. Welche Komponenten arbeiten zusammen oder sind voneinander abhängig? Welche Komponenten benötigt der E-Mail-Service, um buchstäblich seinen Dienst zu verrichten?

Informationen wie diese sind wahrscheinlich die wichtigsten überhaupt. Die Dokumentation Ihrer IT-Services sollte das Ziel all Ihrer Bemühungen sein.

Aber warum ist die Dokumentation von IT-Services so anspruchsvoll?

 

  • Sie stützt sich auf all die anderen Informationen, über die wir gesprochen haben. Die Dokumentation muss zuerst da sein.
  • Sie müssen nicht nur ein Verständnis dafür haben, wie die Dinge zusammenspielen. Sie müssen in der Lage sein, dies in einer für andere leicht verständlichen Weise aufzuschreiben.
  • Servicekomponenten ändern sich oft. Sie müssen einen einfachen Weg finden, die Daten auf dem neuesten Stand zu halten.

Es gibt noch viel mehr über die Dokumentation von IT-Dienstleistungen zu sagen. Ein kleiner Tipp: CMDB und ITSM.

Das hier ist das Minimum, das Sie tun sollten, wenn Sie sich nicht mit all der Theorie beschäftigen wollen:

  • Schreiben Sie die Services, die Sie Ihren Benutzern/Kunden anbieten, auf einem hohen Niveau auf (“E-Mail”, “Webshop”)
  • Versuchen Sie herauszufinden, welche Server und technischen Dienste für die Bereitstellung des Dienstes verantwortlich sind. Dokumentieren Sie diese und verweisen Sie auf die Dokumentation der einzelnen Server/Dienste
  • Dokumentieren, auf welche Weise auf den Dienst zugegriffen werden kann
  • Dokumentieren Sie, wie Sie auf einfache Weise die Hauptfunktionen des Dienstes testen können. Das kann ein Login auf einer Website sein.
  • Notieren Sie alle Benutzer oder Benutzergruppen (einschließlich Kontaktdaten). Erfassen Sie, wem der Dienst zur Verfügung gestellt wird, und geben Sie SLA-Informationen an, falls vorhanden
  • Ermitteln Sie technische und funktionale Ansprechpartner für den Dienst und dokumentieren Sie sie ebenfalls.

Zum Schluss noch ein Wort zu Discovery-Tools

Es gibt unzählige Werkzeuge, mit denen Sie automatisch Ihre Netzwerke scannen können. Und diese Werkzeuge spielen eine bedeutende Rolle, weil Sie viele wichtige und relevante Daten sammeln.

Dennoch: Bleiben Sie vorsichtig und verwechseln Sie Discovery nicht mit Dokumentation. Diese Tools liefern Ihnen viele wichtige Informationen, die in Ihre IT-Dokumentation einfließen sollten. Sie liefern auch sehr viele überflüssige Informationen, die Sie im Tagesgeschäft nicht benötigen. Sie müssen eher selten wissen, welches Grafikkartenmodell in einem bestimmten Server verbaut ist.
Sie müssen jedoch wissen, wen Sie im Notfall anrufen. Und diese Informationen liefern Discovery-Tools nicht.

Ihre IT-Dokumentation sollte idealerweise eine Kombination aus beidem sein, manuell eingegebenen und automatisch ermittelten Daten. Und wenn es möglich ist, versuchen Sie, die automatisch ermittelten Daten auf das Minimum an Informationen zu reduzieren. Es zählt das, was Sie wirklich benötigen.

In sechs Schritten zur IT-Dokumentation

Das sind viele Informationen auf einmal. Haben Sie immer noch keine genaue Vorstellung, wie Sie mit Ihrem IT-Dokumentationsprojekt starten sollen? Dann legen wir Ihnen unsere Video-Serie “In 6 Schritten zur IT-Dokumentation” ans Herz.

In sechs einzelnen Kapiteln führen wir Sie durch den Projektstart mit i-doit. Sie erfahren, wie Sie mit der Dokumentation der Infrastruktur beginnen können. Danach dokumentieren Sie Netzwerke und Server. In den nächsten Schritten fügen Sie Clients zu Ihrer Dokumentation hinzu. Schliesslich lernen Sie, wie Sie Software und Lizenzen sinnvoll erfassen. Im letzten Schritt zeigen wir Ihnen, wie Sie IT-Dienstleistungen mit i-doit dokumentieren.

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 6: Business-Services und Applikationen

Teil 1
Infrastruktur

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 2: Netzwerke

Teil 2
Netzwerke

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 3: Server

Teil 3
Server

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 4: Clients

Teil 4
Clients

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 5: Software und Lizenzen

Teil 5
Software & Lizenzen

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 6: Business-Services und Applikationen

Teil 6
Applikationen & Services

Werfen Sie einen Blick auf unsere Video-Serie. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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