Wieder mal ist Brainstorming angesagt in der IT Abteilung von Mocca Sukero. Ein neues Namensschema für die Netzwerkgeräte soll ausgearbeitet werden. Der Bedarf kommt aus dem CMDB-Projekt. Beim Konsolidieren der Daten für den Import in die CMDB fiel auf, dass einige Namen nicht einheitlich verwendet wurden. Um ehrlich zu sein: Ein Schema war nie wirklich vereinbart. Es ist eben “gewachsen”.

Projektleiter Max Admin leitet die KollegInnen beim Brainstorming an: “Ihr seid für unterschiedliche Teilbereiche der Administration zuständig. Hier Clients, da Drucker. Hier Netzwerk, da Directory. Hardware, virtuelle Maschinen und so fort. Bisher hat jeder Administrationsbereich eigene Namen erfunden, das ist allerdings schwierig in der Zusammenarbeit. Jedes Fragezeichen, das auftaucht, kostet Zeit. Eure Zeit! Entwickeln wir doch ein gemeinsames und damit zeitsparendes Namensschema, wo ohne Rückfragen alles klar ist”.

Old S’cool

Während des Brainstormings erleben die älteren Semester ein Deja Vu, vor allem wenn es darum geht, was man alles nicht mehr tun will:

  • Bindestriche und Underlines im Namen vermeiden – manche Systeme können damit nicht umgehen.
  • Keine Sonderzeichen im Namen – auch hier gibt es Kompatibilitätsprobleme.
  • natürlich auch keine Leerzeichen im Namen
  • Möglichst kurze Host-Namen

Das alles erinnert irgendwie an alte DOS oder IBM-HOST Zeiten. Die 8.3 Konvention für Dateinamen ist noch in einigen Köpfen. Wer sich damit organisieren lernte, kommt auch damit aus. Die Vermutung wird auch ausgesprochen: Bei ihrem kleinen Netzwerk reichen doch 8 Zeichen völlig aus. Weniger Zeichen in die Tastatur zu tippen wäre doch nett.

Anton Portas, der sich im Rahmen des CMDB-Pilotprojekts intensiv mit i-doit auseinander setzt und bereits den Lebenszyklus von Hardware abbilden lernte, bringt das Thema Inventarnummer ein. Eine interne ID für alle Geräte ist nötig, um sie über den gesamten Lebenszyklus in ihrer Firma eindeutig identifizieren zu können. Diese soll auch mittels eines Labelprinters ausgedruckt und auf den Geräten angebracht werden. Kurz wird darüber diskutiert ob die Inventarnummer und der Hostname identisch sind. Sind sie nicht, wird erkannt. Ein Inventar, zum Beispiel ein physischer Server oder auch Drucker, kann über die Laufzeit mehrere unterschiedliche Hostnamen erhalten, aber die Inventarnummer soll stets gleich bleiben. Durch die CMDB soll ja die Verbindung der beiden Namen einfach und schnell herauszufinden sein.

Nachdem sich das Admin-Team recht schnell darüber einig ist, was sie im Hostnamen nicht wollen wird die Diskussion nun hitziger: Welche Information soll in die 8 Zeichen des Hostnamens hineingepackt werden?

Vorsicht Struktur: Da gibt’s schon was!

Netzwerkadmin David Sendo ist es gewohnt mit Ortsbezeichnungen im Hostnamen zu arbeiten. Schon bei der Eingabe der ersten Buchstaben des Namens ist klar, für welche Außenstelle er administriert bzw. konfiguriert. “Ohne Lokations-Code kann ich mir nicht vorstellen zu arbeiten! Wir haben 15 Shops zu betreuen und die Zentrale. Mit Scripts kann ich vieles automatisieren, dazu muss ich nur einige Buchstaben austauschen. Super Easy und versteht jeder.”

Sabrina Helper vom Helpdesk sieht das ein wenig anders: “Für Clients macht das wenig Sinn. Heute ist die Mehrzahl der Clients mobil. Es ist überhaupt nicht sinnvoll im Hostnamen eines Notebooks einen Lokations-Code mit aufzunehmen um dann draufzukommen, dass der Berliner Notebook ganz woanders verwendet wird. Und bei Clients  ist es sehr wohl sinnvoll, den Hostnamen und die Inventarnummer gleich zu belassen. Ein Notebook ist und bleibt ein Notebook, da ändert sich über die La