Das Mandanten Add-on ist ein Zusatz zu i-doit pro, um eine saubere Trennung der Datenbestände bis auf Ebene der Datenbank-Einträge durchzuführen. Dies ermöglicht mehrere Anwendungsfälle, hat jedoch auch technische Limitationen. Nicht zuletzt im IT-Projektgeschäft erfreut sich “documentation as a service”, also die ausgelagerte Dienstleistung des Dokumentierens, zum Beispiel für eine Inventur oder im Rahmen großer Rollouts, immer größerer Beliebtheit. i-doit spielt auch in diesem Dienstleistungssegment seine Stärken aus.

Eine Plattform, eine Lizenzierung, mehrere Kunden

Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Mandanten Add-ons lag an der zwingenden Trennung von Datenbeständen in größeren Organisationen bzw. für mehrere Kunden. Manche Business Units benötigen aus rechtlichen Gründen eine klare Trennung der verwalteten Daten. Mit dem i-doit Mandanten Add-on ist das technisch gewährleistet. Einer der Vorteile ist die gemeinsame Plattform, man hat nur einmal den Aufwand für Hardware, virtuelle Server bzw. den LAMP-Stack zu tragen. Viele Einstellungen können systemweit getroffen werden, sodass auch eine vereinfachte Administration für die Lösung spricht. Ein weiterer Vorteil dieser Variante ist die einfache Lizenzierung. Von der Gesamtmenge der lizenzierten i-doit Objekte kann der i-doit Admin selbst eine Sub-Lizenz für seine Mandanten erstellen. Dies ist besonders bei der Abbildung kleiner Kundenumgebungen ein echter Mehrwert für Kunde und Dienstleister.

Einige Limitationen gibt es jedoch durch die konsequente Trennung der Datenbestände. Einen “Super-Mandanten”, der alle Objekte aller Mandanten bearbeiten kann, gibt es im Auslieferungszustand der Software nicht. Will man Daten ansehen oder ändern, ist es nötig, sich in den jeweiligen Mandanten einzuloggen. Gleiches gilt übrigens auch für Zugriffe auf den Datenbestand via API. Im Sinne der Security ist das sicher sinnvoll, das Umschalten zwischen den Mandanten ist bei der Verwendung gleicher Usernamen mit nur einem Mausklick möglich. In der i-doit Community gab es bereits Anläufe für die Synchronisation von Datenbeständen zwischen Mandanten, eine komplette Umsetzung ist derzeit jedoch nicht bekannt.

Managed Service Provider: Mandanten oder individuelle Images für Kundeninstallationen?

Eine oft an uns gestellte Frage ist die von Service Providern, die i-doit für deren Kunden als Managed Service anbieten – welche Art der Bereitstellung empfehlen wir als Hersteller für dieses Szenario? Mandanten oder individuelle Installationen je Kunde?

Documentation as a service

Nun, wie immer kommt es darauf an. Betreut man einige wenige Kleinkunden, ist das sicher ein typischer Anwendungsfall für das Mandanten-Add-on. Ebenso bei der Dokumentation im Projektgeschäft, in dem üblicher Weise nur einige hundert CIs durch den Systemintegrator gewartet werden.

ITSM as a service

Anders sieht die Sache bei größeren Installationen aus, vor allem wenn der Kunde selbst aktiv im Datenbestand mitwirkt, also Teil der Configuration Management Prozesskette und damit aktiver Nutzer der i-doit-Installation ist. Hier hat sich in der Regel der Change Prozess des Providers und die nötige Kommunikation mit seinen Kunden als Hindernis erwiesen. Schließlich wirkt sich jedes Software-Update auf alle Kunden aus, was oft im Vorfeld nicht mit SLAs und Wartungsfenstern geregelt ist. Die Folge von Shared Services sind dann eventuell langwierige Abstimmungen mit allen Kundenvertretern.

Ebenso finden sich bei größeren Kundeninstallationen oft nicht nur i-doit, sondern noch weitere ITSM-Systeme wie Monitoring, Discovery und Ticket-Systeme, die miteinander interagieren. In diesen Fällen setzen sich eher Individualinstallationen durch.

Ist der Fall “ITSM as a service” als Business Case für einen Managed Service Provider realistisch, oder vom Kunden gewünscht, empfehlen wir den Einsatz von gehärteten Standard-Installationen von i-doit und damit auch individuellen Kundeninstallationen. Diese werden sukzessive zu ausgewachsenen ITSM-Lösungen erweitert.

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