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In der IT Infrastructure Library ITIL  taucht öfters der Begriff Baseline auf. Das Konzept ist nicht unbedingt selbsterklärend, erst recht nicht wenn wir auf Deutsch versuchen den Begriff auf Basislinie, Messbasis oder Grundlinie umzudeuten. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit dem Konzept des “baselininigs” und wie uns eine CMDB und Discovery Tools dabei unterstützen können den Überblick zu behalten. Die eine oder andere Überraschung hat so eine Baseline auf jeden Fall zu bieten.

Die Baseline: Wer hat’s erfunden?

Die Briten. Und zwar bereits in den 1980er Jahren. Der Begriff kommt an mehreren Stellen der ITIL Literatur vor. Drei Arten von Baselines werden unterschieden:

 

  1. Die ITSM Baselinedie den Ausgangspunkt von Serviceverbesserungsmaßnahmen darstellt und ab dem die Wirksamkeit dieser Maßnahmen gemessen wird. 
  2. Die Performance Baselinewird als Startpunkt für die Messung und spätere Bewertung der Performance von Services definiert. 
  3. Die Configuration Baseline, wird als bekannter und definierter Zustand einer Konfiguration beschrieben, zu dem beispielsweise zurückgekehrt werden kann, wenn Changes oder Releases fehlschlagen. In diesem Zusammenhang werden auch Snapshots erwähnt, sowie darauf hingewiesen, dass zwar Baselines einem manuellen oder digital erhobenem Snapshot entsprechen, jedoch nicht jeder SnapShot einer Baseline entspricht.

Klingt alles ganz einfach! Beschäftigen wir uns also nun mit der Configuration Baseline und der praktischen Anwendung im IT-Betrieb.

Zuvor müssen wir den Begriff Configuration zur Veranschaulichung der weiteren Beispiele noch vorstellen. Hier ein Auszug aus dem frei verfügbaren aktuellen ITIL Glossary mit der offiziellen deutschen Übersetzung

ITIL® is a registered trade mark of AXELOS Limited
Quelle: german_glossary_v1.2_201404.pdf Abgerufen am 20.4.2017
https://www.exin.com/assets/exin/frameworks/108/glossaries/german_glossary_v1.2_201404.pdf
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Dieser Beschreibung folgend sind sowohl die Eigenschaften eines einzelnen CIs oder auch das Zusammenspiel mehrerer benötigter CIs, die man für einen Service benötigt, eine Konfiguration. CI bedeutet im Übrigen Configuration Item und ist die kleinste Dokumentationseinheit,  gleichzusetzen mit einem Objekt in i-doit.

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