Inhaltsverzeichnis
1. BAIT für Banken einfach erklärt – plus Auswirkungen von DORA
2. Was ist BAIT? Bedeutung, Grundlagen und Einordnung
3. Aktuelle BAIT-Fassung und DORA: Zwei Säulen der Informationssicherheit für Banken
4. Warum DORA die BAIT nicht ablöst, sondern weiterentwickelt
5. Die 7 zentralen Themenbereiche der BAIT – mit Blick auf DORA
6. Was bedeuten diese Anforderungen an die IT für Verantwortliche?
7. Unterstützung bei der Einhaltung von BAIT und DORA
8. Fazit: BAIT und DORA sind keine Hürden, sondern Chancen
Die IT-Infrastruktur moderner Banken trägt maßgeblich zur digitalen Transformation im Finanz- und Rechnungswesen bei. Gleichzeitig steht sie unter strenger Aufsicht: Denn die bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) geben klare Vorgaben in puncto IT-Sicherheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Und mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) rückt ein weiterer regulatorischer Rahmen in den Fokus. Die EU-Verordnung soll die digitale Widerstandsfähigkeit von Finanzunternehmen stärken – mit Auswirkungen für bestehende IT- und Compliance-Strukturen.
Doch was genau fordern BAIT und DORA und wie greifen beide ineinander? Dieser Beitrag gibt Ihnen einen fundierten Überblick zu den BAIT-Anforderungen, zeigt die Verbindung zu DORA auf und erklärt, warum Informationsrisikomanagement und digitale Betriebsresilienz heute zu den wichtigsten Compliance-Zielen gehören.
Die BAIT wurden 2017 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) veröffentlicht. Sie ergänzen die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und wurden bereits mehrfach angepasst.
Im Kern geht es darum: Die BAIT definieren, welche Erwartungen die Aufsicht an die IT-Governance, das Informationssicherheitsmanagement und das Auslagerungsmanagement bei Banken und Finanzdienstleistern stellt. Damit schaffen sie einen verbindlichen Rahmen für ein sicheres, kontrolliertes und nachvollziehbares IT-Management.
Die BAIT gelten verbindlich für alle Institute – unabhängig von Größe oder Geschäftsmodell. Damit stellen sie ein zentrales Regelwerk der deutschen Bankenaufsicht dar. Die BAIT dienen als verbindliche Richtschnur bei Prüfungen durch die BaFin. Damit sind sie ein essenzielles Element für Compliance, Informationsrisikomanagement und sichere IT-Governance.
Mit der Einführung von DORA am 17. Januar 2025 gelten in der EU erstmals einheitliche Regeln für die digitale Resilienz von Finanzunternehmen. Die Verordnung soll Institute wirksam vor Cyberangriffen, IT-Störungen und anderen digitalen Risiken schützen – und so die Stabilität des europäischen Finanzsystems stärken.
DORA und BAIT greifen inhaltlich an vielen Stellen ineinander. Überschneidungen gibt es vor allem bei Themen wie IT-Sicherheit, Governance-Strukturen und dem Management von Drittanbietern. Daher wurden die BAIT am 16. Dezember 2024 in einer neuen Version veröffentlicht. Diese aktuelle BAIT-Fassung nimmt in ihren Änderungen explizit Bezug auf DORA. Institute, die bereits unter die DORA-Vorgaben fallen (gemäß Artikel 5 bis 15 bzw. 16), sind seither vom Geltungsbereich der BAIT ausgenommen.
Spätestens ab dem 1. Januar 2027 wird DORA für alle betroffenen Institute in Deutschland verpflichtend. Bis dahin gelten übergangsweise die Vorhaben der aktuellen BAIT-Fassung. Das erhöht ihre Bedeutung zusätzlich. Für IT- und Compliance-Teams bedeutet das: Bestehende Maßnahmen nach BAIT müssen überprüft und gegebenenfalls an die neuen, teils weiter gefassten Vorgaben aus DORA angepasst werden.
Obwohl DORA langfristig viele BAIT-Aspekte übernimmt, bedeutet das nicht das Ende der BAIT. Vielmehr sind sie ein wichtiges Übergangs- und Ergänzungsinstrument auf dem Weg zu vollständiger DORA-Compliance. Sie bieten weiterhin konkrete Anforderungen für Institute, die noch nicht unter die EU-Verordnung fallen, und helfen bei der operativen Umsetzung regulatorischer Vorgaben.
Zusätzlich fungieren BAIT-Anforderungen wie ein Compliance-Baukasten: Sie unterstützen Institute dabei, IT-Governance, Informationssicherheit und Auslagerungsmanagement systematisch umzusetzen. Gleichzeitig bereiten sie optimal auf DORA vor. Für viele Banken ist das eine perfekte Chance, um bestehende Strukturen zu verbessern und sich rechtzeitig auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.
Die BAIT gliedern sich in sieben essenzielle Themenbereiche. Darin wird definiert, wie Banken und Finanzdienstleister ihre IT-Prozesse sicher, kontrollierbar und regelkonform gestalten müssen. Mit Inkrafttreten von DORA steigt die Komplexität: Nationale Vorgaben wie die BAIT müssen künftig mit den europäischen Anforderungen harmonisieren. Das kann Institute vor zusätzliche Herausforderungen stellen – insbesondere in der Übergangsphase bis 2027. IT- und Compliance-Verantwortliche müssen sich mit beiden Regelwerken vertraut machen.
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
Diese Aspekte müssen integrativ gedacht und umgesetzt werden.
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
Ergebnisse für BAIT-Compliance:
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
Kombination von BAIT und DORA:
BAIT-Anforderungen:
Erweiterung durch DORA:
Übergreifende Schutzarchitektur umfasst:
Viele BAIT-Vorgaben sind nicht neu, erhöhen jedoch den Druck auf IT-Verantwortliche, eine saubere und revisionssichere Umsetzung sicherzustellen.
Drei zentrale Aufgaben stehen im Fokus:
Zusätzlich wird mit dem Inkrafttreten von DORA die Situation komplexer, da nun auch europäische Vorgaben für die digitale Betriebsstabilität in der Finanzbranche berücksichtigt werden müssen.
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i-doit unterstützt Sie unter anderem bei:
Kurzum: Sie fördern die IT-Sicherheit und Governance in Ihrem Unternehmen und schaffen zugleich mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Bei richtiger Umsetzung helfen die BAIT dabei, die IT-Organisation in Banken nicht nur regelkonform, sondern auch zukunftssicher aufzustellen. Wer frühzeitig für klare Strukturen sorgt, profitiert doppelt: Externe Prüfungen werden einfacher und auch intern entstehen Vorteile – beispielsweise effizientere Prozesse, bessere Abstimmung zwischen Teams und mehr Transparenz über die eigene IT-Landschaft.
Mit DORA wird dieser Anspruch noch weiter gefasst: Die Verordnung bringt einen europaweit einheitlichen Rahmen, der regulatorische Anforderungen ganzheitlich denkt – mit einem starken Fokus auf die operative Widerstandsfähigkeit gegenüber IT-Risiken.
Institutionen, die bereits BAIT-konforme Strukturen aufgebaut haben, verfügen damit über eine ideale Ausgangsbasis, um auch DORA-Anforderungen effizient zu integrieren. Das Spektrum reicht von der automatisierten Vorfallmeldung bis hin zur strategischen Steuerung von Drittanbietern.
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