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Um eine Haftung zu vermeiden, sollte der Arbeitnehmer nicht nur gewissenhaft die ihm übertragenen Aufgaben wahrnehmen, zusätzlich muss er die Geschäftsleitung über mögliche Risiken informieren, Lösungsvorschläge für Sicherheitsmängel in der Datenverarbeitung erarbeiten und ein angemessenes Budget beantragen. Die Analyse der erforderlichen Maßnahmen erfolgt am besten zusammen mit einem qualifizierten Berater, dessen Bericht an die Geschäftsleitung weiterzugeben ist. Mit Einschaltung eines qualifizierten Beraters kann sich der Arbeitnehmer stets auf dessen Expertise verlassen und im Zweifel auch hierauf verweisen.

Auch sollte der IT-Manager die Geschäftsleitung über die Umsetzung des Projekts in regelmäßigen Abständen informieren. Lehnt die Geschäftsleitung die Vorschläge des IT- Managers ab, so sollte dieser

 

  • die Risiken erneut aufzeigen und das eigene Vorgehen protokollieren,
  • eine schriftliche Ablehnung seiner Vorschläge von der Geschäftsleitung verlangen oder die Ablehnung zumindest schriftlich, beispielsweise in Form eines Protokolls, gegenüber der Geschäftsleitung bestätigen,
  • eine weitere Verantwortung zwar ablehnen, aber dennoch wiederholt auf die Gefahren hinweisen.

 

Die Geschäftsführung kann eine Haftung vermeiden, indem sie zunächst ihre Pflichten ordnungsgemäß erfüllt. Zu beachten ist, dass wesentliche Aufgaben nicht delegiert werden dürfen. Eine derartige Wahrnehmungspflicht besteht insbesondere für Aufgaben, die vom Geschäftsführer kraft seiner Führungsverantwortung (Leitung der Gesellschaft im ihm zugewiesenen Rahmen) und Handlungsverantwortung (Fälle der persönlich zugewiesenen Entscheidung), sowie der Ressortverantwortung (Leitung des eigenen Ressorts) nicht übertragen werden dürfen. Gibt die Geschäftsführung derartige Pflichten in fremde Hände, so haftet sie für eingetretene Schäden aus Organisationsverschulden, ohne dass es auf ein Verschulden der Mitarbeiter ankäme.

Daneben besteht nach herrschender Meinung die Möglichkeit, eine Haftungsbeschränkung für fahrlässiges Verhalten im Geschäftsführervertrag zu vereinbaren. Entlasten die Gesellschafter den GmbH-Geschäftsführer, obwohl aus der Rechnungslegung Schadensersatzansprüche ersichtlich sind, so sind derartige Ersatzansprüche gemäß § 46 Nr. 5 GmbH-Gesetz ausgeschlossen. Diese so genannte Präklusionswirkung der Entlastung ergibt sich aus einem Umkehrschluss zum Recht der Aktiengesellschaft. Gemäß § 120 Abs. 2 S. 2 Aktiengesetz führt eine Entlastung des Vorstands nämlich gerade nicht zum Verzicht auf Ersatzansprüche.

Auch besteht keine Haftung des Geschäftsführers für die Befolgung von Weisungen der Gesellschafter, gegen die er sich zuvor verwahrt hat.

 

Die gesetzliche Haftung nach dem Urheberrechtsgesetz

 

Die Verwendung nicht lizenzierter Software

 

Wird nicht lizenzierte Software verwendet, so haftet der Nutzer im Falle eines schuldhaften Verhaltens gemäß § 97 Urheberrechtsgesetz (UrhG) auf Schadensersatz. Dieser Schadensersatzanspruch setzt ein schuldhaftes und rechtswidriges Verhalten