Teil 5: Softwaredokumentation & Lizenzmanagement

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation

Das Thema des f√ľnften Teils der Serie ist die Dokumentation von Software und Lizenzen
auf Client- und Serversystemen und der Aufbau einer “Definitive Software Library” nach ITIL.

Die Referenten

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Peter Resch-Edermayr ist seit mehr als 20 Jahren in der Ausgestaltung von IT-Prozessen aktiv, unter anderem als Evangelist bei synetics,¬†dem D√ľsseldorfer Unternehmen hinter der Dokumentationsl√∂sung i-doit.

Pattrick Bluhm

Pattrick Bluhm ist IT-Projektmanager und Gesch√§ftsf√ľhrer der Bluhm Webservices Unternehmergesellschaft in Hannover. Er unterst√ľtzt und ber√§t mittelst√§ndische Unternehmen bei der Einf√ľhrung von i-doit.

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation

Teil 5 : Dokumentation von Software & Lizenzen

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Video-Transkript

Peter Resch-Edermayr

Hallo und Willkommen bei unserem Webinar in ‚ÄúIn 6 Schritten zur IT-Dokumentation‚ÄĚ. Ich bin Peter von i-doit und wir besch√§ftigen uns heute mit dem Thema “Software und Lizenzen”. Hier gibt es eine Menge zu dokumentieren und wir haben nat√ľrlich wieder einige Ressourcen vorbereitet f√ľr Sie.

Zum Nachlesen das Whitepaper ‚ÄúIn 6 Schritten zur IT-Dokumentation‚ÄĚ, das Sie auf unserer Homepage anfordern k√∂nnen. Wir haben eine komplette Demo-Installation auf sixsteps.i-doit.com mit Demodaten. Die Installation wird alle paar Stunden zur√ľckgesetzt. Sie k√∂nnen also getrost ihre eigenen Use-Cases ausprobieren. Wir haben die i-doit Knowledge Base im Netz. Auf Deutsch und auf Englisch werden alle Fragen zur Installation und Konfiguration zum Wording innerhalb der Applikation i-doit beschrieben. Und nat√ľrlich k√∂nnen Sie Ihre 30 Tage Testversion inklusive der Appliance anfordern auf i-doit.com. Diese Appliance verwenden wir auch hier in unserer Webinar-Serie.

Durch den technischen Teil f√ľhrt mich wie in jeder dieser bereits durchgef√ľhrten Webinare Pattrick Bluhm. Pattrick, hallo zeig dich!

sixsteps-i-doit-com-link

Tipp:

Sie können die Beispiele dieses Webinars direkt im Live-System nachvollziehen. Dieses finden Sie unter sixsteps.i-doit.com.

Zugangsdaten: admin/admin

Pattrick Bluhm

Hallo Peter, schönen guten Tag.

Peter Resch-Edermayr

Hi, Pattrick. Pattrick du machst ja mit i-doit Projekte bei Kunden. Thema Software. Worauf kommt es denn an in deinen Projekten? Was ist deinen Kunden wichtig?

Pattrick Bluhm

Das ist von Kunde zu Kunde vollkommen unterschiedlich. Den meisten geht es nat√ľrlich in erster Linie erstmal darum zu wissen, welche Lizenzen werden eigentlich genutzt und auf welchen Ger√§ten sind die im Einsatz. i-doit bietet da nicht nur eine erstklassige M√∂glichkeit zur Dokumentation, sondern wir k√∂nnen das Ganze auch wunderbar auswerten und zum Beispiel bei einem Hersteller-Audit, dann die Informationen bereitstellen, die ben√∂tigt werden. Nat√ľrlich kann das so deutlich schneller abgehandelt werden.

Peter Resch-Edermayr

Also Audit ist ein wichtiges Thema und ein Treiber sich mit dem Thema “Softwaredokumentation” und Lizenzen zu besch√§ftigen.

Pattrick Bluhm

Auf jeden Fall. In der Serveradministration sieht es da nochmal anders aus. Da interessiert uns vor allem: Welche Betriebssysteme sind im Einsatz? Und nat√ľrlich ‚ÄúAuf welchem Patch Level befindet sich das Ganze?‚ÄĚ

Peter Resch-Edermayr

Also auch hier geht es schon in Richtung Notf√§lle vorbeugen, Notfalldokumentation, Server inklusive Softwarekonfiguration zu dokumentieren und auch sie zu Reporten und hier auch die notwendigen Dokumente vorzubereiten, so das wir f√ľr den Notfall ger√ľstet sind. Wie sieht es denn aus bei Clientdokumentation? Wir haben w√§hrend der letzten Folge sind wir ja auf die Clientkonfiguration eingegangen. Gibt es da spezielle Use-Cases da aus der Praxis, die du kennst, wo du sagst, das m√ľssen wir unseren Kunden auf jeden Fall mitgeben und unseren Interessenten.

Pattrick Bluhm

Ich sage mal bei Clients interessiert uns tats√§chlich welche Hardware steckt da drin und nat√ľrlich auch letztendlich auch: Welche Software ist installiert? Gerade so ein Client ver√§ndert sich im Laufe der Zeit. Wir stellen diesen ja nicht ins B√ľro und der bleibt bis zum Ende seines Lebenszyklus in seinem Zustand, sondern es wird ja mal Hardware ausgetauscht, dann kommt neue Software dazu, ein Betriebssystem Update. Das hei√üt wir m√ľssen diese ganzen √Ąnderungen dokumentieren. Gerade im Bereich Software wird das nat√ľrlich ziemlich umfangreich, wenn wir jede kleine √Ąnderung nach einem Update einpflegen m√ľssen. Von daher ist es sinnvoll, dann eine Discovery-L√∂sung einzusetzen.

Peter Resch-Edermayr

Also du arbeitest auch konkret mit Discovery-L√∂sungen. Ja, dann sehen wir uns an welche Anwendungsf√§lle wir vorbereitet haben. Wir wollen vom SOLL zum IST. Der Client den wir das letzte mal als Soll-Konfiguration definiert haben, den setzen wir jetzt tats√§chlich auf, installieren ihn und √ľbernehmen ihn mittels Discovery, die fertige Konfiguration, in unsere CMDB. Wir werden uns mit dem Thema “Lizenzen zuweisen” und dem Reporting besch√§ftigen.

Wir haben nat√ľrlich unterschiedliche Software-Varianten, die wir in i-doit verwalten k√∂nnen. Das eine ist die installierte Software auf den Clients und Servern. Das andere Thema ist nat√ľrlich auch Betriebssysteme, Patch Levels, Varianten etc.. Dann gibt es auch Serverdienste/Daemons und Cluster-Dienste. Wir werden da kurz darauf eingehen: Wann macht es Sinn diese in die CMDB zu √ľbernehmen, wann eher weniger.

Und dann nat√ľrlich auch noch das Thema Datenbankmanagementsysteme und Datenbank Instanzen, Datenbanken an sich, die wir auch abbilden k√∂nnen. Es gibt sowas wie installierbare offizielle Softwarepakete im Unternehmen. Und da gibt es einen sehr sch√∂nen Ausdruck von ITIL. Das ist diese definitive Software Library oder wie sie in ITIL V3 hei√üt: ‚ÄúDefinitiv Media Library‚ÄĚ, die zeigen wir wie wir sie mit i-doit umsetzen k√∂nnen. Das ist ein ganz sch√∂n volles Programm. Ich sage mal: Pattrick – an die Tastatur.

Pattrick Bluhm

Ich w√ľrde ganz gerne nochmal einen kleinen R√ľckblick zum letzten Webinar machen. Wir hatten beim letzten Webinar einen Arbeitsplatz erstellt. In diesem Arbeitsplatz befindet sich ein Client, ein Monitor, ein Drucker und ein Telefon. In diesem Client hatten wir schon, unter Benutzung eines Templates, verschiedene Informationen mit angegeben. Wir hatten zum Beispiel Angaben zum Betriebssystem. Hier haben wir ein Windows 10. Wir haben wichtige Kontaktpersonen hinzugef√ľgt. Wir haben verschiedene Standardsoftware plus diese erweiterte Software hinzugef√ľgt. Dann hatten wir im letzten Webinar das MS Project noch hinzugef√ľgt und wir hatten nat√ľrlich einen entsprechenden Wartungsvertrag mit hinzugef√ľgt.

Peter Resch-Edermayr

So nun hattest du einige wichtige Konfigurationen bereits als Soll-Konfiguration, noch bevor das Ger√§t geliefert wurde, gemacht. Jetzt wird dieser PC tats√§chlich geliefert, aufgesetzt etc. und es bleibt ja nat√ľrlich auch nicht bei dem Stand. Es kommt ja nicht nur die Software, die wir definiert haben, sondern eine Menge andere Software auf diesen Rechner. Wie gehst du jetzt hier vor, dass wir diese Verifikation von dem Soll zu dem Ist schaffen.

Pattrick Bluhm

Also ich hatte ja schon angesprochen, dass es sinnvoll sein kann eine Discovery-L√∂sung einzusetzen. Daf√ľr m√ľssen wir nat√ľrlich jetzt irgendwie in der Discovery-L√∂sung ein sogenanntes Matching erm√∂glichen. Das hei√üt wir m√ľssen irgendein Wert, dass diese Discovery-L√∂sung ermittelt – in den h√§ufigsten F√§llen ist das die Seriennummer – in i-doit mit nachtragen. Das hei√üt, ich gehe jetzt ins Modell rein und trage hier die Seriennummer meines gelieferten Clients ein. Das Ganze speichern wir und damit haben wir jetzt sozusagen den Grundstein gelegt, um eine Discovery zu erm√∂glichen.

Ich habe hier mal JDisc installiert. Das ist eine Discovery-L√∂sung, die v√∂llig agentenlos arbeitet. Das bedeutet, wir geben nur die Netzwerkbereiche an, die wir discovern m√∂chten und hinterlegen die entsprechenden Accounts f√ľr die Ger√§te. Wenn Sie hier eine Windows-Umgebung haben, dann k√∂nnen Sie zum Beispiel Ihren Domain-Administrator angeben und dieser meldet sich auf den hinterlegten Ger√§ten jeweils mit den Zugangsdaten an, fragt intern alle Ger√§teinformationen ab – sowohl Hardware als auch Software – und kann dann entsprechend in einer eigenen Datenbank diese Ger√§te anlegen.

Ich habe die Discovery schon einmal gestartet. Die ist jetzt schon einmal durchgelaufen. Folgende Geräte hat er gefunden. Wir haben hier verschiedene Monitore, eine Webcam aber auch unseren Client. Wir können da mal eben rein gucken. Hier finden wir unsere Betriebssystem-Informationen. Dann finden wir hier Angaben zur Hardware, zum Prozessor, als auch zum Arbeitsspeicher, zur aktuellen Firmware, sprich zum Bios und dann halt die ganzen verschiedene Software, Betriebssysteme und Applikationen.

Diese wollen wir jetzt in i-doit importieren. Von daher m√ľssen wir jetzt die entsprechende Schnittstelle konfigurieren. Da haben wir bereits eine vordefinierte in JDisc an sich. Wir wollen im ersten Schritt jetzt erstmal ein entsprechendes Objekt-Matching-Profil anlegen. Das hei√üt: An welchen Werten soll er sich Orientieren, um die Daten aus JDisc nach i-doit zu √ľberschreiben. Wir wollen das anhand der Seriennummer machen. Das hei√üt wir w√§hlen als Matching Faktor hier auch die Seriennummer aus, speichern das Ganze und k√∂nnen nun in unser JDisc Profil reingehen, um dieses zu konfigurieren. Wir haben hier schon vier vordefinierte Profile. Das ist zum einen der Komplettimport, dann wenn wir nur Netzwerke importieren m√∂chten, Server und Clients oder andere Ger√§te.

Wir wollen mal einen Komplettimport anwenden. Wir k√∂nnen hier schon in der linken Spalte die unterschiedlichen Objekttypen aus JDisc sehen und auf der rechten Spalte k√∂nnen wir definieren, welcher Objekttyp soll das in i-doit werden. Das Ganze funktioniert f√ľr eine Vielzahl von Ger√§ten. Wenn wir ganz zum Ende scrollen finden wir noch die entsprechenden zus√§tzlichen Optionen. Hier k√∂nnen wir angeben, ob Software √ľberhaupt beim Import ber√ľcksichtigt werden soll. Dasselbe gilt f√ľr die Lizenzen. Was ich immer empfehle, ist, immer mit einer Whitelist zu arbeiten.

Das Problem ist, dass JDisc alles an Software und Systemdiensten findet. Das bedeutet, wenn wir jetzt einfach alles importieren und alles ohne eine White oder Blacklist arbeiten, das er um die 400 – 500 Systemdienste und alles an Software importiert. Meistens ist das zu viel. Wir m√∂chten eigentlich nur Informationen zu Software erhalten, die f√ľr uns relevant ist. Das bedeutet wir geben hier Dinge an wie Windows 10, Debian, Ubuntu, unsere Datenbanken, die Browser die wir verwenden, in welcher Version liegen die vor und so weiter. Also es macht Sinn sich im Vorfeld immer damit zu befassen, welche Software ist denn wirklich relevant f√ľr unsere Dokumentation.

Peter Resch-Edermayr

Da habe ich eine Frage dazu Patrick. Deine Practices, die du da einbringst, hast du dir ja erarbeitet. Wie bist du daran gegangen? Bist du dann immer wieder Testimporte gemacht und das immer wieder verfeinert. Arbeitest du mit Blacklist, Whitelist oder hast du mal ganz ohne gearbeitet. Wie bist du daran gegangen im Laufe deiner Projekte.

Pattrick Bluhm

Ich muss sagen, ich arbeite aus Prinzip immer mit einer Whitelist. Das Problem einer Blacklist ist, dass ich immer ganz genau wissen muss, welche Software ich nicht haben m√∂chte und diese Software kann sich in Laufe der Zeit auch √§ndern. In der Blacklist m√ľsste ich halt genau wissen, welche Software ich nicht dabei haben will und da wird die Liste ja deutlich l√§nger, weil ich m√ľsste ja sozusagen auch jeden Systemdienst einzeln ausgrenzen. Von daher macht es in den meisten F√§llen mehr Sinn damit zu befassen: welche Software ist f√ľr mich relevant? Was m√∂chte ich importieren und dann dementsprechend diese Liste zu erstellen und zu erweitern bei Bedarf.

Peter Resch-Edermayr

Das hei√üt, zu Beginn mal alles zu importieren, um zu sehen “Was kann ich ben√∂tigen und was nicht?” und dann wieder aus dem System zu bereinigen ist erstmal zu empfehlen, damit man sieht welche Varianten da m√∂glich sind. Und danach an das wirklich ger√ľttelte Ma√ü an Information zu kommen, muss im Prinzip jeder f√ľr seine Installation, f√ľr seine eigene Dokumentation herausfinden. Lass uns bitte mal dieses Profil anwenden und wir sehen dann mal welche Daten bei unserem Client √ľberschrieben werden, wie wird das erg√§nzt und welche M√∂glichkeiten habe ich hier mit Discovery die Daten tats√§chlich sauber anzureichern.

Pattrick Bluhm

Wir m√ľssen jetzt hier entsprechend noch unser Objekt Matching Profil ausw√§hlen, speichern das Ganze. Jetzt haben wir in der linken Navigation noch den Punkt “JDisc Konfiguration”. Hier habe ich einfach meinen Server mit den Daten meiner JDisc-Installation erweitert und kann dementsprechend jetzt den Importvorgang starten. Daf√ľr w√§hlen wir auf der linken Seite unser JDisc Modul aus, w√§hlen jetzt hier die Option ‚Äú√ľberschreiben‚ÄĚ und k√∂nnen dann auch direkt mit dem Import starten.

Peter Resch-Edermayr

Man könnte also so sagen: Listen werden geleert und durch neue Listen die gefunden werden im Discovery ersetzt. Ist das so?

Pattrick Bluhm

Genauso ist es. Wir m√ľssen also immer genau das Profil ausw√§hlen, was f√ľr unseren Import zielf√ľhrend ist. So ich w√ľrde sagen wir starten den Importvorgang. Das dauert auch nur wenige Sekunden und jetzt wollen wir mal unseren Client aufrufen. Wir k√∂nnen hier schon sehen: hier hat sich entsprechend der Name ge√§ndert. Wir haben jetzt hier zus√§tzliche Informationen erhalten, z.B. beim CPU hat er den mit den tats√§chlich gefunden CPU √ľberschrieben. Beim Speicher sieht das √§hnlich aus, hier hat er jetzt entsprechend die Bank 0 und 2 hinzugef√ľgt. Bei der Software Zuweisung ist jetzt einiges dazu gekommen.

Wir haben hier unser Betriebssystem jetzt ‚ÄúWindows 10 Pro‚ÄĚ mit der aktuellen Version. Er hat hier ein Datenbankmanagementsystem – die Postgres – gefunden. Dann nat√ľrlich unsere JDisc-Instanz, verschiedene Anwendungen, die wir installiert haben und haben jetzt unsere Informationen aus dem Soll Client jetzt zum Ist Zustand umgewandelt. Nat√ľrlich k√∂nnen wir diese vorhandenen Informationen zus√§tzlich erweitern. Beispielsweise: Wir haben jetzt noch eine Rechnung und Lieferschein, die aus der Buchhaltung zur√ľckgekommen sind, die wir jetzt entsprechend noch hinzuf√ľgen m√∂chten. Dann k√∂nnen wir entsprechend unseren Lieferschein ausf√ľllen, erstellen jetzt hier entsprechend eine zus√§tzliche Kategorie. Die nenne ich auch gleich Lieferschein und dann kann ich auch diesen gleich mit anh√§ngen. Speichern das Ganze.

Nat√ľrlich k√∂nnen wir jetzt auch gleich die Rechnung mit anh√§ngen. Auch hierf√ľr brauchen wir auch wieder eine eigene Kategorie. Hinzuf√ľgen, speichern das Ganze und k√∂nnen nat√ľrlich auch hier wieder die Rechnung hinzupacken. Das hei√üt wir k√∂nnen nicht nur die vorhandenen Informationen mit Informationen aus der Discovery erg√§nzen, sondern auch noch nachtr√§glich manuell verteilen und Informationen hinzuf√ľgen. Das hei√üt wir haben hier ein Zusammenspiel zwischen automatisierten Informationen und h√§ndisch gef√ľhrten.

Peter Resch-Edermayr

Okay, jetzt haben wir im Vorfeld bei der Konfiguration eine Angabe gemacht, dass es auch mit Lizenzen, wenn Sie gefunden werden, dass diese auch gleich eingetragen werden. Wie stellt sich das dar?

Pattrick Bluhm

Ja, dazu können wir einfach mal ins Betriebssystem reinklicken. Hier können wir schon sehen, dass er Windows 10 Pro eingetragen hat und auch gleich die entsprechende zugewiesene Lizenz dabei steht. Zusätzlich haben wir auch gleich Informationen zu Patch Level. Version 1909 ist also aktuell.

Peter Resch-Edermayr

Kannst du uns zeigen – Thema Clientmanagement, Thema Audit, Thema Lizenzen – kannst du uns bitte einen Report zeigen? Wir haben da sicher Standards, die mitgeliefert werden. Wie sehen diese Reports aus? Wie komme ich schnell zu meiner Gesamt Lizenz√ľbersicht.

Pattrick Bluhm

Dazu können wir einfach in dem Report-Manager in die Online-Repositories reinklicken. Dort haben wir schon den entsprechenden Punkt Lizenzen in Benutzung. Das ist so ein standardisierter Report. Hier können wir zum Beispiel mal unseren Microsoft Windows Server anklicken und können dann sehen, auf welchen Geräte ist denn jetzt diese Lizenz installiert.

Peter Resch-Edermayr

Es wird also zur jeweiligen installierten Software die Verbindung zwischen Lizenz und installierter Software hergestellt und dann sehe ich im Gesamt√ľberblick der jeweiligen Lizenz, wie oft sie verwendet wird und ob sie f√§lschlicherweise zu oft verwendet wird. Gut, danke f√ľr diesen kurzen Einblick in das Lizenz-Reporting.
Kommen wir zum Thema Server, Serversoftware-Installation, da gehts um andere Themen. Sehen wir uns doch bitte an wie du einen Server dokumentierst. Die Installationen, da gehts um Applikationen, die mit Datenbanken verbunden sind etc.. Vielleicht zeigst du uns mal an einem Beispiel, wie sich das Ganze dann dokumentierten lässt.

Pattrick Bluhm

Ja, gerade bei Servern interessiert uns “Welche Software l√§uft darauf?”, “Welches Betriebssystem wird genutzt?” und “Auf welchem Patch Level befindet sich das Ganze?”. Wir haben beim JDisc-Import nicht nur den Client, sondern auch einen virtuellen Server mit importiert. Ich m√∂chte den ganz gerne mal aufrufen. Auf diesem Server habe ich eine ‚Äúnextcloud‚ÄĚ laufen.

Das heißt, wir haben hier einen LAMP-Stack, Linux, Apache und MySQL und PHP. Das heißt, wir können hier schon einmal den Stand des Betriebssystems sehen. Wir haben dann hier bei der Software dann alle möglichen Informationen zu diesem LAMP-Stack. Wir haben zum Einen das Betriebssystem, in welcher Version der MySQL Server installiert ist und in welcher Version PHP vorhanden ist mit den entsprechenden Extensions wie entsprechend curl, opcache oder json.

Dann haben wir nat√ľrlich auch Infos dar√ľber, welche Laufwerke sind auf diesen Server vorhanden, wie gro√ü ist die entsprechende Virtual Disk und nat√ľrlich haben wir auch Informationen dar√ľber, auf welchem Ger√§t l√§uft diese virtuelle Maschine.

Peter Resch-Edermayr

Hier handelt sich es also um eine HyperV-Instanz, die auf deinem Client direkt installiert ist zu Testzwecken. Eine Frage, die ich anfangs erw√§hnt habe, wird uns immer wieder gestellt: Wie geht man um mit Daemons, mit Systemdiensten? Sollen die √ľbernommen werden in die CMDB? Wann ist es sinnvoll diese Strategie anzuwenden? L√§sst man sie generell weg? Wie siehst du das Pattrick?

Pattrick Bluhm

Ich finde eine Dokumentation von Systemdiensten dann immer dann wichtig, wenn wir sie auch mit ins Monitoring aufnehmen, also wenn Sie f√ľr unsere Gesch√§ftskritischen Prozesse notwendig sind. Dann sollten sie doch bitte in der Dokumentation mit aufgenommen werden.

Peter Resch-Edermayr

Das bedeutet, dann gibt es dann einen Hinweis darauf, dass man mit diesen Diensten – und den entsprechenden Add-ons – direkt das Monitoring aufrufen kann. Werden wir jetzt hier in diesem Webinar nicht weiter ausf√ľhren. Aber da gibt es die M√∂glichkeit, z.B. mit Check_MK oder anderen Monitoring-L√∂sungen direkt auch diese Dienste, diese Dienst√ľberwachung zu konfigurieren. Ist also auch in deinen Projekten ein Thema, Dienste und Monitoring direkt zu verwenden und hier √ľber die CMDB zu verbinden, verstehe.

Gut, dann kommen wir zum Thema Gesamt√ľberblick aller unserer Softwaretitel, die wir im Unternehmen sozusagen in Verwendung haben, die freigegeben sind, die getestet sind, die gekauft wurden. Jetzt gibt es diesen sehr sch√∂nen ITIL Begriff “Definitive Software Library” oder “Definitive Media Library”. Wie w√ľrdest du rangehen das umzusetzen mit i-doit?

Pattrick Bluhm

Ja, grunds√§tzlich k√∂nnen wir nat√ľrlich von unser discoverten Software noch zus√§tzliche Informationen hinterlegen. Wir haben ja gesagt, auf unserer virtuellen Maschine l√§uft eine ‚Äúnextcloud‚ÄĚ. Das ist jetzt nat√ľrlich keine konkrete Anwendung, sondern eine Zusammenstellung von Skripten sag ich mal. Von daher m√ľssen wir diese Anwendung erstmal anlegen. Das Ganze speichern wir. Dann k√∂nnen wir nat√ľrlich auch angeben, worauf l√§uft diese ‚Äúnextcloud‚ÄĚ? Hier w√§hlen wir den entsprechenden Server oder Client aus, speichern das Ganze und k√∂nnen jetzt z.B. noch Informationen hinterlegen “Wo befindet sich denn dieses Installationspaket?”.

Im Fall, dass der Server neu aufgesetzt werden muss oder ein zweites System noch aufgesetzt werden muss, m√ľssen wir nat√ľrlich auch entsprechend unsere Pakete hinterlegt haben. Von daher haben wir entweder die M√∂glichkeit direkt i-doit als Ort f√ľr diese Daten zu nutzen. Das bedeutet: Ich lade mein entsprechendes Paket in i-doit hoch, lege hier eine entsprechende Kategorie an – ich nenne die mal Stable Release – und habe die dann sozusagen in i-doit als Download hinterlegt. Nat√ľrlich kann ich auch einfach den Pfad der Netzwerkfreigabe entsprechend hinterlegen, sodass jeder Administrator darauf Zugriff erhalten kann, wenn er denn die richtigen Berechtigungen darauf hat.

Peter Resch-Edermayr

Jetzt hast du hier bei ‚Äúnextcloud‚ÄĚ quasi ein Standardsoftware verwendet, die man aus dem Internet downloaden kann. Es ist wahrscheinlich zu empfehlen genau die Version hier abzuspeichern und zu dokumentieren, die tats√§chlich im Unternehmen eingesetzt wird. Wer wei√ü, ob der Hersteller der Software – das ist ja Open Source – ob da in der Version 1606, die wir hier einsetzen, diese auch tats√§chlich noch downloadbar haben wird in wenigen Monaten, also ganz gut das hier so zu speichern. Welche zus√§tzliche Informationen hinterlegst du in deinen Kundenprojekten, vielleicht mal abseits der Standardsoftware? Wie siehts denn da aus?

Pattrick Bluhm

Gerade bei Individualsoftware, also dann wenn sich ein Unternehmen tats√§chlich Software entwickeln l√§sst – sei es denn Komplettl√∂sung oder auch nur einzelne Add-ons bzw. Plug-ins – macht es auf jeden Fall Sinn, die entsprechenden Handb√ľcher in i-doit mit zu hinterlegen.

Ich fasse das nochmal zusammen. Wir haben hier also entsprechend die M√∂glichkeit, Installationspakete bzw. Installationsdateien zu dokumentieren, sowohl in i-doit als auch durch die entsprechende Angabe zum Netzwerkpfad. Wir k√∂nnen uns ansehen, auf welchem Ger√§t das Ganze installiert ist. Wenn wir nochmal die Gesamt√ľbersicht der Anwendungen aufrufen, haben wir jetzt zum Beispiel beim .NET Framework die M√∂glichkeit zu sehen “Wo ist dieses Framework hinterlegt?” und “Auf welchem Version Level beziehungsweise Patch Level befindet sich das Ganze?”.

Wir können hier sehen, dass es irgendwann mal mit der Version 2.0.5 gestartet ist, ist dann zur 2.0.5.1 gewandert und jetzt in der aktuellsten Version auf 4.0.

Peter Resch-Edermayr

Das hei√üt Gesamt√ľberblick in der Liste der Anwendungen, die bei uns im Unternehmen sind, von dem gesamten Lifecycle her: “Hier liegen die Installationsdateien”, “Dort ist es installiert”, “In welcher Variante?”, “In welchem Patch-Level?”. Komplettdokumentation dar√ľber in i-doit. Danke Patrick.

Ich fasse zusammen was wir uns in diesem Webinar heute angesehen haben. Daten aus JDisc Discovery haben wir √ľbernommen und damit den Client, den wir im letzten Webinar √ľbernommen haben, mit Echtdaten √ľberschrieben.

Dazu haben wir verschiedene Importstrategien des Überschreibens oder des Erweiterns vorgestellt, haben uns mit dem Thema Lizenzverwaltung, Lizenzzuweisung und Reporting von Lizenzen beschäftigt und die Installationen auf Clients beziehungsweise auf Servern beschäftigt.

Und zuletzt haben wir das Herstellen dieser “Definitive Software Library” oder “Definitive Media Library” mit i-doit gezeigt.

Ein kurzer Ausblick auf Teil 6 des Webinars. Wir werden uns da mit dem Thema “Business-Applikationen” und dem modellieren von Services besch√§ftigen.

Damit schließen wir das Thema Software und Lizenzen mit diesem Webinar ab. Beim nächsten mal, wie gesagt, Applikationen und zusammenfassend zu Business-Services und Application-Services und technical Services wird das nächste mal ein Thema sein.

Und das Whitepaper ‚ÄúIn 6 Schritten zur IT-Dokumentation” zum Download auf unserer Homepage, wo es Schwarz auf Wei√ü quasi einen Begleittext zu diesen Webinaren zu finden ist. Die i-doit Demoversion, die i-doit Knowledge Base und nat√ľrlich die Testversion und Testappliance, die sie auf i-doit.com anfordern k√∂nnen.

Uns bleibt Ihnen viel Erfolg f√ľr Ihr Dokumentationsprojekt zu w√ľnschen und bei Fragen wenden Sie sich bitte an sales@i-doit.com. Alles Gute und bis zum n√§chsten Webinar. Auf wiedersehen! Servus!

Weitere Teile dieser Serie

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 6: Business-Services und Applikationen

Teil 1
Infrastruktur

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 2: Netzwerke

Teil 2
Netzwerke

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 3: Server

Teil 3
Server

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 4: Clients

Teil 4
Clients

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 5: Software und Lizenzen

Teil 5
Software & Lizenzen

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 6: Business-Services und Applikationen

Teil 6
Applikationen & Services

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation

In 6 Schritten zur erfolgreichen IT-Dokumentation ist ein kompakter Leitfaden und die Erg√§nzung zu den sechs Videos unserer Serie “In 6 Schritten zur IT-Dokumentation.

Verlieren Sie nie die Orientierung und gelangen Sie zielgerichtet zur vollständigen Dokumentation Ihrer IT-Landschaft.

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