Lizenzmanagement & Softwaredokumentation

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation, Teil 5

Das Thema des fünften Teils der Serie ist die Dokumentation von Software und Lizenzen
auf Client- und Serversystemen und der Aufbau einer “Definitive Software Library” nach ITIL.

Welche Lizenzen werden in meinem Unternehmen eingesetzt? Auf welchen Geräten wird welche Software betrieben? Welche Betriebssysteme laufen auf meinen Servern?

Die in einem Unternehmen eingesetzte Software  zu erfassen ist eine recht zeitintensive Beschäftigung. In einem solchen Fall ist eine zentrale IT-Dokumentation wie i-doit Gold wert. Wir zeigen Ihnen in diesem fünften Teil unserer Serie, wie Sie die in Ihrem Unternehmen eingesetzte Software in Ihrer IT-Dokumentation erfassen und die dazugehörigen Lizenzen dokumentieren.

Unsere Experten haben im vierten Teil unserer Serie (“Dokumentation von Clients”) eine Soll-Konfiguration für ein Client-System angelegt. In diesem fünften Teil zeigen wir Ihnen, wie Sie dieses System installieren. Die fertige Konfiguration wird anschließend mittels einer Discovery-Lösung in Ihre i-doit IT-Dokumentation übernommen.

Ein weiteres Thema sind die verschiedenen Software-Varianten, wie Sie auf Server- und Clientsystemen installiert ist. Im Bereich der Server zeigen wir Ihnen die Verwaltung von Betriebssystemen und den dazugehörigen Patchleveln in i-doit.

Wichtig ist auch die Dokumentation von Serverdiensten und Daemons bzw. Clusterdiensten. Wann ist es sinnvoll, diese in die CMDB zu übernehmen und wann nicht? Diese Frage wird im Video beantwortet.

Zum Abschluss dieses Videos sehen Sie, wie Sie in i-doit Ihre “Definitive Software Library” hinterlegen. Dieses in ITIL4 definierte Repository enthält nicht nur die autorisierten Versionen aller Softwarekonfigurationselemente und Masterkopien der jeweiligen Softwareprodukte, sondern auch die zugehörigen Dokumentationen und Lizenzinformationen.

Die Referenten

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Peter Resch-Edermayr ist seit mehr als 20 Jahren in der Ausgestaltung von IT-Prozessen aktiv, unter anderem als Evangelist bei synetics, dem Düsseldorfer Unternehmen hinter der Dokumentationslösung i-doit.

Pattrick Bluhm

Pattrick Bluhm ist IT-Projektmanager und Geschäftsführer der Bluhm Webservices Unternehmergesellschaft in Hannover. Er unterstützt und berät mittelständische Unternehmen bei der Einführung von i-doit.

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Video-Transkript

Peter Resch-Edermayr

Hallo und Willkommen bei unserem Webinar in “In 6 Schritten zur IT-Dokumentation”. Ich bin Peter von i-doit und wir beschäftigen uns heute mit dem Thema “Software und Lizenzen”. Hier gibt es eine Menge zu dokumentieren und wir haben natürlich wieder einige Ressourcen vorbereitet für Sie.

Zum Nachlesen das Whitepaper “In 6 Schritten zur IT-Dokumentation”, das Sie auf unserer Homepage anfordern können. Wir haben eine komplette Demo-Installation auf sixsteps.i-doit.com mit Demodaten. Die Installation wird alle paar Stunden zurückgesetzt. Sie können also getrost ihre eigenen Use-Cases ausprobieren. Wir haben die i-doit Knowledge Base im Netz. Auf Deutsch und auf Englisch werden alle Fragen zur Installation und Konfiguration zum Wording innerhalb der Applikation i-doit beschrieben. Und natürlich können Sie Ihre 30 Tage Testversion inklusive der Appliance anfordern auf i-doit.com. Diese Appliance verwenden wir auch hier in unserer Webinar-Serie.

Durch den technischen Teil führt mich wie in jeder dieser bereits durchgeführten Webinare Pattrick Bluhm. Pattrick, hallo zeig dich!

sixsteps-i-doit-com-link

Tipp:

Sie können die Beispiele dieses Webinars direkt im Live-System nachvollziehen. Dieses finden Sie unter sixsteps.i-doit.com.

Zugangsdaten: admin/admin

Pattrick Bluhm

Hallo Peter, schönen guten Tag.

Peter Resch-Edermayr

Hi, Pattrick. Pattrick du machst ja mit i-doit Projekte bei Kunden. Thema Software. Worauf kommt es denn an in deinen Projekten? Was ist deinen Kunden wichtig?

Pattrick Bluhm

Das ist von Kunde zu Kunde vollkommen unterschiedlich. Den meisten geht es natürlich in erster Linie erstmal darum zu wissen, welche Lizenzen werden eigentlich genutzt und auf welchen Geräten sind die im Einsatz. i-doit bietet da nicht nur eine erstklassige Möglichkeit zur Dokumentation, sondern wir können das Ganze auch wunderbar auswerten und zum Beispiel bei einem Hersteller-Audit, dann die Informationen bereitstellen, die benötigt werden. Natürlich kann das so deutlich schneller abgehandelt werden.

Peter Resch-Edermayr

Also Audit ist ein wichtiges Thema und ein Treiber sich mit dem Thema “Softwaredokumentation” und Lizenzen zu beschäftigen.

Pattrick Bluhm

Auf jeden Fall. In der Serveradministration sieht es da nochmal anders aus. Da interessiert uns vor allem: Welche Betriebssysteme sind im Einsatz? Und natürlich “Auf welchem Patch Level befindet sich das Ganze?”

Peter Resch-Edermayr

Also auch hier geht es schon in Richtung Notfälle vorbeugen, Notfalldokumentation, Server inklusive Softwarekonfiguration zu dokumentieren und auch sie zu Reporten und hier auch die notwendigen Dokumente vorzubereiten, so das wir für den Notfall gerüstet sind. Wie sieht es denn aus bei Clientdokumentation? Wir haben während der letzten Folge sind wir ja auf die Clientkonfiguration eingegangen. Gibt es da spezielle Use-Cases da aus der Praxis, die du kennst, wo du sagst, das müssen wir unseren Kunden auf jeden Fall mitgeben und unseren Interessenten.

Pattrick Bluhm

Ich sage mal bei Clients interessiert uns tatsächlich welche Hardware steckt da drin und natürlich auch letztendlich auch: Welche Software ist installiert? Gerade so ein Client verändert sich im Laufe der Zeit. Wir stellen diesen ja nicht ins Büro und der bleibt bis zum Ende seines Lebenszyklus in seinem Zustand, sondern es wird ja mal Hardware ausgetauscht, dann kommt neue Software dazu, ein Betriebssystem Update. Das heißt wir müssen diese ganzen Änderungen dokumentieren. Gerade im Bereich Software wird das natürlich ziemlich umfangreich, wenn wir jede kleine Änderung nach einem Update einpflegen müssen. Von daher ist es sinnvoll, dann eine Discovery-Lösung einzusetzen.

Peter Resch-Edermayr

Also du arbeitest auch konkret mit Discovery-Lösungen. Ja, dann sehen wir uns an welche Anwendungsfälle wir vorbereitet haben. Wir wollen vom SOLL zum IST. Der Client den wir das letzte mal als Soll-Konfiguration definiert haben, den setzen wir jetzt tatsächlich auf, installieren ihn und übernehmen ihn mittels Discovery, die fertige Konfiguration, in unsere CMDB. Wir werden uns mit dem Thema “Lizenzen zuweisen” und dem Reporting beschäftigen.

Wir haben natürlich unterschiedliche Software-Varianten, die wir in i-doit verwalten können. Das eine ist die installierte Software auf den Clients und Servern. Das andere Thema ist natürlich auch Betriebssysteme, Patch Levels, Varianten etc.. Dann gibt es auch Serverdienste/Daemons und Cluster-Dienste. Wir werden da kurz darauf eingehen: Wann macht es Sinn diese in die CMDB zu übernehmen, wann eher weniger.

Und dann natürlich auch noch das Thema Datenbankmanagementsysteme und Datenbank Instanzen, Datenbanken an sich, die wir auch abbilden können. Es gibt sowas wie installierbare offizielle Softwarepakete im Unternehmen. Und da gibt es einen sehr schönen Ausdruck von ITIL. Das ist diese definitive Software Library oder wie sie in ITIL V3 heißt: “Definitiv Media Library”, die zeigen wir wie wir sie mit i-doit umsetzen können. Das ist ein ganz schön volles Programm. Ich sage mal: Pattrick – an die Tastatur.

Pattrick Bluhm

Ich würde ganz gerne nochmal einen kleinen Rückblick zum letzten Webinar machen. Wir hatten beim letzten Webinar einen Arbeitsplatz erstellt. In diesem Arbeitsplatz befindet sich ein Client, ein Monitor, ein Drucker und ein Telefon. In diesem Client hatten wir schon, unter Benutzung eines Templates, verschiedene Informationen mit angegeben. Wir hatten zum Beispiel Angaben zum Betriebssystem. Hier haben wir ein Windows 10. Wir haben wichtige Kontaktpersonen hinzugefügt. Wir haben verschiedene Standardsoftware plus diese erweiterte Software hinzugefügt. Dann hatten wir im letzten Webinar das MS Project noch hinzugefügt und wir hatten natürlich einen entsprechenden Wartungsvertrag mit hinzugefügt.

Peter Resch-Edermayr

So nun hattest du einige wichtige Konfigurationen bereits als Soll-Konfiguration, noch bevor das Gerät geliefert wurde, gemacht. Jetzt wird dieser PC tatsächlich geliefert, aufgesetzt etc. und es bleibt ja natürlich auch nicht bei dem Stand. Es kommt ja nicht nur die Software, die wir definiert haben, sondern eine Menge andere Software auf diesen Rechner. Wie gehst du jetzt hier vor, dass wir diese Verifikation von dem Soll zu dem Ist schaffen.

Pattrick Bluhm

Also ich hatte ja schon angesprochen, dass es sinnvoll sein kann eine Discovery-Lösung einzusetzen. Dafür müssen wir natürlich jetzt irgendwie in der Discovery-Lösung ein sogenanntes Matching ermöglichen. Das heißt wir müssen irgendein Wert, dass diese Discovery-Lösung ermittelt – in den häufigsten Fällen ist das die Seriennummer – in i-doit mit nachtragen. Das heißt, ich gehe jetzt ins Modell rein und trage hier die Seriennummer meines gelieferten Clients ein. Das Ganze speichern wir und damit haben wir jetzt sozusagen den Grundstein gelegt, um eine Discovery zu ermöglichen.

Ich habe hier mal JDisc installiert. Das ist eine Discovery-Lösung, die völlig agentenlos arbeitet. Das bedeutet, wir geben nur die Netzwerkbereiche an, die wir discovern möchten und hinterlegen die entsprechenden Accounts für die Geräte. Wenn Sie hier eine Windows-Umgebung haben, dann können Sie zum Beispiel Ihren Domain-Administrator angeben und dieser meldet sich auf den hinterlegten Geräten jeweils mit den Zugangsdaten an, fragt intern alle Geräteinformationen ab – sowohl Hardware als auch Software – und kann dann entsprechend in einer eigenen Datenbank diese Geräte anlegen.

Ich habe die Discovery schon einmal gestartet. Die ist jetzt schon einmal durchgelaufen. Folgende Geräte hat er gefunden. Wir haben hier verschiedene Monitore, eine Webcam aber auch unseren Client. Wir können da mal eben rein gucken. Hier finden wir unsere Betriebssystem-Informationen. Dann finden wir hier Angaben zur Hardware, zum Prozessor, als auch zum Arbeitsspeicher, zur aktuellen Firmware, sprich zum Bios und dann halt die ganzen verschiedene Software, Betriebssysteme und Applikationen.

Diese wollen wir jetzt in i-doit importieren. Von daher müssen wir jetzt die entsprechende Schnittstelle konfigurieren. Da haben wir bereits eine vordefinierte in JDisc an sich. Wir wollen im ersten Schritt jetzt erstmal ein entsprechendes Objekt-Matching-Profil anlegen. Das heißt: An welchen Werten soll er sich Orientieren, um die Daten aus JDisc nach i-doit zu überschreiben. Wir wollen das anhand der Seriennummer machen. Das heißt wir wählen als Matching Faktor hier auch die Seriennummer aus, speichern das Ganze und können nun in unser JDisc Profil reingehen, um dieses zu konfigurieren. Wir haben hier schon vier vordefinierte Profile. Das ist zum einen der Komplettimport, dann wenn wir nur Netzwerke importieren möchten, Server und Clients oder andere Geräte.

Wir wollen mal einen Komplettimport anwenden. Wir können hier schon in der linken Spalte die unterschiedlichen Objekttypen aus JDisc sehen und auf der rechten Spalte können wir definieren, welcher Objekttyp soll das in i-doit werden. Das Ganze funktioniert für eine Vielzahl von Geräten. Wenn wir ganz zum Ende scrollen finden wir noch die entsprechenden zusätzlichen Optionen. Hier können wir angeben, ob Software überhaupt beim Import berücksichtigt werden soll. Dasselbe gilt für die Lizenzen. Was ich immer empfehle, ist, immer mit einer Whitelist zu arbeiten.

Das Problem ist, dass JDisc alles an Software und Systemdiensten findet. Das bedeutet, wenn wir jetzt einfach alles importieren und alles ohne eine White oder Blacklist arbeiten, das er um die 400 – 500 Systemdienste und alles an Software importiert. Meistens ist das zu viel. Wir möchten eigentlich nur Informationen zu Software erhalten, die für uns relevant ist. Das bedeutet wir geben hier Dinge an wie Windows 10, Debian, Ubuntu, unsere Datenbanken, die Browser die wir verwenden, in welcher Version liegen die vor und so weiter. Also es macht Sinn sich im Vorfeld immer damit zu befassen, welche Software ist denn wirklich relevant für unsere Dokumentation.

Peter Resch-Edermayr

Da habe ich eine Frage dazu Patrick. Deine Practices, die du da einbringst, hast du dir ja erarbeitet. Wie bist du daran gegangen? Bist du dann immer wieder Testimporte gemacht und das immer wieder verfeinert. Arbeitest du mit Blacklist, Whitelist oder hast du mal ganz ohne gearbeitet. Wie bist du daran gegangen im Laufe deiner Projekte.

Pattrick Bluhm

Ich muss sagen, ich arbeite aus Prinzip immer mit einer Whitelist. Das Problem einer Blacklist ist, dass ich immer ganz genau wissen muss, welche Software ich nicht haben möchte und diese Software kann sich in Laufe der Zeit auch ändern. In der Blacklist müsste ich halt genau wissen, welche Software ich nicht dabei haben will und da wird die Liste ja deutlich länger, weil ich müsste ja sozusagen auch jeden Systemdienst einzeln ausgrenzen. Von daher macht es in den meisten Fällen mehr Sinn damit zu befassen: welche Software ist für mich relevant? Was möchte ich importieren und dann dementsprechend diese Liste zu erstellen und zu erweitern bei Bedarf.

Peter Resch-Edermayr

Das heißt, zu Beginn mal alles zu importieren, um zu sehen “Was kann ich benötigen und was nicht?” und dann wieder aus dem System zu bereinigen ist erstmal zu empfehlen, damit man sieht welche Varianten da möglich sind. Und danach an das wirklich gerüttelte Maß an Information zu kommen, muss im Prinzip jeder für seine Installation, für seine eigene Dokumentation herausfinden. Lass uns bitte mal dieses Profil anwenden und wir sehen dann mal welche Daten bei unserem Client überschrieben werden, wie wird das ergänzt und welche Möglichkeiten habe ich hier mit Discovery die Daten tatsächlich sauber anzureichern.

Pattrick Bluhm

Wir müssen jetzt hier entsprechend noch unser Objekt Matching Profil auswählen, speichern das Ganze. Jetzt haben wir in der linken Navigation noch den Punkt “JDisc Konfiguration”. Hier habe ich einfach meinen Server mit den Daten meiner JDisc-Installation erweitert und kann dementsprechend jetzt den Importvorgang starten. Dafür wählen wir auf der linken Seite unser JDisc Modul aus, wählen jetzt hier die Option “überschreiben” und können dann auch direkt mit dem Import starten.

Peter Resch-Edermayr

Man könnte also so sagen: Listen werden geleert und durch neue Listen die gefunden werden im Discovery ersetzt. Ist das so?

Pattrick Bluhm

Genauso ist es. Wir müssen also immer genau das Profil auswählen, was für unseren Import zielführend ist. So ich würde sagen wir starten den Importvorgang. Das dauert auch nur wenige Sekunden und jetzt wollen wir mal unseren Client aufrufen. Wir können hier schon sehen: hier hat sich entsprechend der Name geändert. Wir haben jetzt hier zusätzliche Informationen erhalten, z.B. beim CPU hat er den mit den tatsächlich gefunden CPU überschrieben. Beim Speicher sieht das ähnlich aus, hier hat er jetzt entsprechend die Bank 0 und 2 hinzugefügt. Bei der Software Zuweisung ist jetzt einiges dazu gekommen.

Wir haben hier unser Betriebssystem jetzt “Windows 10 Pro” mit der aktuellen Version. Er hat hier ein Datenbankmanagementsystem – die Postgres – gefunden. Dann natürlich unsere JDisc-Instanz, verschiedene Anwendungen, die wir installiert haben und haben jetzt unsere Informationen aus dem Soll Client jetzt zum Ist Zustand umgewandelt. Natürlich können wir diese vorhandenen Informationen zusätzlich erweitern. Beispielsweise: Wir haben jetzt noch eine Rechnung und Lieferschein, die aus der Buchhaltung zurückgekommen sind, die wir jetzt entsprechend noch hinzufügen möchten. Dann können wir entsprechend unseren Lieferschein ausfüllen, erstellen jetzt hier entsprechend eine zusätzliche Kategorie. Die nenne ich auch gleich Lieferschein und dann kann ich auch diesen gleich mit anhängen. Speichern das Ganze.

Natürlich können wir jetzt auch gleich die Rechnung mit anhängen. Auch hierfür brauchen wir auch wieder eine eigene Kategorie. Hinzufügen, speichern das Ganze und können natürlich auch hier wieder die Rechnung hinzupacken. Das heißt wir können nicht nur die vorhandenen Informationen mit Informationen aus der Discovery ergänzen, sondern auch noch nachträglich manuell verteilen und Informationen hinzufügen. Das heißt wir haben hier ein Zusammenspiel zwischen automatisierten Informationen und händisch geführten.

Peter Resch-Edermayr

Okay, jetzt haben wir im Vorfeld bei der Konfiguration eine Angabe gemacht, dass es auch mit Lizenzen, wenn Sie gefunden werden, dass diese auch gleich eingetragen werden. Wie stellt sich das dar?

Pattrick Bluhm

Ja, dazu können wir einfach mal ins Betriebssystem reinklicken. Hier können wir schon sehen, dass er Windows 10 Pro eingetragen hat und auch gleich die entsprechende zugewiesene Lizenz dabei steht. Zusätzlich haben wir auch gleich Informationen zu Patch Level. Version 1909 ist also aktuell.

Peter Resch-Edermayr

Kannst du uns zeigen – Thema Clientmanagement, Thema Audit, Thema Lizenzen – kannst du uns bitte einen Report zeigen? Wir haben da sicher Standards, die mitgeliefert werden. Wie sehen diese Reports aus? Wie komme ich schnell zu meiner Gesamt Lizenzübersicht.

Pattrick Bluhm

Dazu können wir einfach in dem Report-Manager in die Online-Repositories reinklicken. Dort haben wir schon den entsprechenden Punkt Lizenzen in Benutzung. Das ist so ein standardisierter Report. Hier können wir zum Beispiel mal unseren Microsoft Windows Server anklicken und können dann sehen, auf welchen Geräte ist denn jetzt diese Lizenz installiert.

Peter Resch-Edermayr

Es wird also zur jeweiligen installierten Software die Verbindung zwischen Lizenz und installierter Software hergestellt und dann sehe ich im Gesamtüberblick der jeweiligen Lizenz, wie oft sie verwendet wird und ob sie fälschlicherweise zu oft verwendet wird. Gut, danke für diesen kurzen Einblick in das Lizenz-Reporting.
Kommen wir zum Thema Server, Serversoftware-Installation, da gehts um andere Themen. Sehen wir uns doch bitte an wie du einen Server dokumentierst. Die Installationen, da gehts um Applikationen, die mit Datenbanken verbunden sind etc.. Vielleicht zeigst du uns mal an einem Beispiel, wie sich das Ganze dann dokumentierten lässt.

Pattrick Bluhm

Ja, gerade bei Servern interessiert uns “Welche Software läuft darauf?”, “Welches Betriebssystem wird genutzt?” und “Auf welchem Patch Level befindet sich das Ganze?”. Wir haben beim JDisc-Import nicht nur den Client, sondern auch einen virtuellen Server mit importiert. Ich möchte den ganz gerne mal aufrufen. Auf diesem Server habe ich eine “nextcloud” laufen.

Das heißt, wir haben hier einen LAMP-Stack, Linux, Apache und MySQL und PHP. Das heißt, wir können hier schon einmal den Stand des Betriebssystems sehen. Wir haben dann hier bei der Software dann alle möglichen Informationen zu diesem LAMP-Stack. Wir haben zum Einen das Betriebssystem, in welcher Version der MySQL Server installiert ist und in welcher Version PHP vorhanden ist mit den entsprechenden Extensions wie entsprechend curl, opcache oder json.

Dann haben wir natürlich auch Infos darüber, welche Laufwerke sind auf diesen Server vorhanden, wie groß ist die entsprechende Virtual Disk und natürlich haben wir auch Informationen darüber, auf welchem Gerät läuft diese virtuelle Maschine.

Peter Resch-Edermayr

Hier handelt sich es also um eine HyperV-Instanz, die auf deinem Client direkt installiert ist zu Testzwecken. Eine Frage, die ich anfangs erwähnt habe, wird uns immer wieder gestellt: Wie geht man um mit Daemons, mit Systemdiensten? Sollen die übernommen werden in die CMDB? Wann ist es sinnvoll diese Strategie anzuwenden? Lässt man sie generell weg? Wie siehst du das Pattrick?

Pattrick Bluhm

Ich finde eine Dokumentation von Systemdiensten dann immer dann wichtig, wenn wir sie auch mit ins Monitoring aufnehmen, also wenn Sie für unsere Geschäftskritischen Prozesse notwendig sind. Dann sollten sie doch bitte in der Dokumentation mit aufgenommen werden.

Peter Resch-Edermayr

Das bedeutet, dann gibt es dann einen Hinweis darauf, dass man mit diesen Diensten – und den entsprechenden Add-ons – direkt das Monitoring aufrufen kann. Werden wir jetzt hier in diesem Webinar nicht weiter ausführen. Aber da gibt es die Möglichkeit, z.B. mit Check_MK oder anderen Monitoring-Lösungen direkt auch diese Dienste, diese Dienstüberwachung zu konfigurieren. Ist also auch in deinen Projekten ein Thema, Dienste und Monitoring direkt zu verwenden und hier über die CMDB zu verbinden, verstehe.

Gut, dann kommen wir zum Thema Gesamtüberblick aller unserer Softwaretitel, die wir im Unternehmen sozusagen in Verwendung haben, die freigegeben sind, die getestet sind, die gekauft wurden. Jetzt gibt es diesen sehr schönen ITIL Begriff “Definitive Software Library” oder “Definitive Media Library”. Wie würdest du rangehen das umzusetzen mit i-doit?

Pattrick Bluhm

Ja, grundsätzlich können wir natürlich von unser discoverten Software noch zusätzliche Informationen hinterlegen. Wir haben ja gesagt, auf unserer virtuellen Maschine läuft eine “nextcloud”. Das ist jetzt natürlich keine konkrete Anwendung, sondern eine Zusammenstellung von Skripten sag ich mal. Von daher müssen wir diese Anwendung erstmal anlegen. Das Ganze speichern wir. Dann können wir natürlich auch angeben, worauf läuft diese “nextcloud”? Hier wählen wir den entsprechenden Server oder Client aus, speichern das Ganze und können jetzt z.B. noch Informationen hinterlegen “Wo befindet sich denn dieses Installationspaket?”.

Im Fall, dass der Server neu aufgesetzt werden muss oder ein zweites System noch aufgesetzt werden muss, müssen wir natürlich auch entsprechend unsere Pakete hinterlegt haben. Von daher haben wir entweder die Möglichkeit direkt i-doit als Ort für diese Daten zu nutzen. Das bedeutet: Ich lade mein entsprechendes Paket in i-doit hoch, lege hier eine entsprechende Kategorie an – ich nenne die mal Stable Release – und habe die dann sozusagen in i-doit als Download hinterlegt. Natürlich kann ich auch einfach den Pfad der Netzwerkfreigabe entsprechend hinterlegen, sodass jeder Administrator darauf Zugriff erhalten kann, wenn er denn die richtigen Berechtigungen darauf hat.

Peter Resch-Edermayr

Jetzt hast du hier bei “nextcloud” quasi ein Standardsoftware verwendet, die man aus dem Internet downloaden kann. Es ist wahrscheinlich zu empfehlen genau die Version hier abzuspeichern und zu dokumentieren, die tatsächlich im Unternehmen eingesetzt wird. Wer weiß, ob der Hersteller der Software – das ist ja Open Source – ob da in der Version 1606, die wir hier einsetzen, diese auch tatsächlich noch downloadbar haben wird in wenigen Monaten, also ganz gut das hier so zu speichern. Welche zusätzliche Informationen hinterlegst du in deinen Kundenprojekten, vielleicht mal abseits der Standardsoftware? Wie siehts denn da aus?

Pattrick Bluhm

Gerade bei Individualsoftware, also dann wenn sich ein Unternehmen tatsächlich Software entwickeln lässt – sei es denn Komplettlösung oder auch nur einzelne Add-ons bzw. Plug-ins – macht es auf jeden Fall Sinn, die entsprechenden Handbücher in i-doit mit zu hinterlegen.

Ich fasse das nochmal zusammen. Wir haben hier also entsprechend die Möglichkeit, Installationspakete bzw. Installationsdateien zu dokumentieren, sowohl in i-doit als auch durch die entsprechende Angabe zum Netzwerkpfad. Wir können uns ansehen, auf welchem Gerät das Ganze installiert ist. Wenn wir nochmal die Gesamtübersicht der Anwendungen aufrufen, haben wir jetzt zum Beispiel beim .NET Framework die Möglichkeit zu sehen “Wo ist dieses Framework hinterlegt?” und “Auf welchem Version Level beziehungsweise Patch Level befindet sich das Ganze?”.

Wir können hier sehen, dass es irgendwann mal mit der Version 2.0.5 gestartet ist, ist dann zur 2.0.5.1 gewandert und jetzt in der aktuellsten Version auf 4.0.

Peter Resch-Edermayr

Das heißt Gesamtüberblick in der Liste der Anwendungen, die bei uns im Unternehmen sind, von dem gesamten Lifecycle her: “Hier liegen die Installationsdateien”, “Dort ist es installiert”, “In welcher Variante?”, “In welchem Patch-Level?”. Komplettdokumentation darüber in i-doit. Danke Patrick.

Ich fasse zusammen was wir uns in diesem Webinar heute angesehen haben. Daten aus JDisc Discovery haben wir übernommen und damit den Client, den wir im letzten Webinar übernommen haben, mit Echtdaten überschrieben.

Dazu haben wir verschiedene Importstrategien des Überschreibens oder des Erweiterns vorgestellt, haben uns mit dem Thema Lizenzverwaltung, Lizenzzuweisung und Reporting von Lizenzen beschäftigt und die Installationen auf Clients beziehungsweise auf Servern beschäftigt.

Und zuletzt haben wir das Herstellen dieser “Definitive Software Library” oder “Definitive Media Library” mit i-doit gezeigt.

Ein kurzer Ausblick auf Teil 6 des Webinars. Wir werden uns da mit dem Thema “Business-Applikationen” und dem modellieren von Services beschäftigen.

Damit schließen wir das Thema Software und Lizenzen mit diesem Webinar ab. Beim nächsten mal, wie gesagt, Applikationen und zusammenfassend zu Business-Services und Application-Services und technical Services wird das nächste mal ein Thema sein.

Und das Whitepaper “In 6 Schritten zur IT-Dokumentation” zum Download auf unserer Homepage, wo es Schwarz auf Weiß quasi einen Begleittext zu diesen Webinaren zu finden ist. Die i-doit Demoversion, die i-doit Knowledge Base und natürlich die Testversion und Testappliance, die sie auf i-doit.com anfordern können.

Uns bleibt Ihnen viel Erfolg für Ihr Dokumentationsprojekt zu wünschen und bei Fragen wenden Sie sich bitte an sales@i-doit.com. Alles Gute und bis zum nächsten Webinar. Auf wiedersehen! Servus!

Weitere Teile dieser Serie

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 6: Business-Services und Applikationen

Teil 1
Infrastruktur

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 2: Netzwerke

Teil 2
Netzwerke

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 3: Server

Teil 3
Server

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 4: Clients

Teil 4
Clients

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 5: Software und Lizenzen

Teil 5
Software & Lizenzen

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation - Teil 6: Business-Services und Applikationen

Teil 6
Applikationen & Services

In 6 Schritten zur IT-Dokumentation

In 6 Schritten zur erfolgreichen IT-Dokumentation ist ein kompakter Leitfaden und die Ergänzung zu den sechs Videos unserer Serie “In 6 Schritten zur IT-Dokumentation.

Verlieren Sie nie die Orientierung und gelangen Sie zielgerichtet zur vollständigen Dokumentation Ihrer IT-Landschaft.

In 6 Schritten zur IT Dokumentation

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