Check_MK Logo

Im Grunde ist es ganz einfach: Mithilfe von IT-Monitoring stellen Sie sicher, dass Ihre IT-Austattung zu jeder Zeit verfügbar ist und das leistet, was von ihr verlangt wird.

Ganz simples Monitoring wäre beispielsweise, jedes Gerät anzufragen und durch die Antwort festzustellen, dass es läuft und nicht gecrasht ist. Moderne Monitoring-Tools können aber noch viel mehr. 

So können Sie nicht nur checken, dass z.B. Ihr Server läuft, sondern auch, ob seine Festplatte funktioniert, wie hoch die CPU-Auslastung ist und wieviel RAM noch zur Verfügung steht.

Der Ansatz, Geräte auf ihre Verfügbarkeit und Funktion zu überprüfen, mag auf den ersten Blick überschaubar wirken. Die Auswirkungen auf die Produktivität der gesamten IT-Systeme sind jedoch enorm, wenn Sie Störungen aufgrund von IT-Monitoring sofort bemerken und unter Umständen sogar automatisch beheben können.

Monitoring mit i doit und CheckMK
Alle Informationen zur IT werden zentral in i-doit dokumentiert. Daraus wird automatisiert die Konfiguration für Check_MK generiert. Durch den Einsatz der Inventory Agents für CheckMK wird die IT-Dokumentation mit aktuellen Daten zur laufenden Hard- und Software angereichert. Die Dokumentation ist stets aktuell und alle Services werden überwacht.

Check_Mk – kompakte Lösung für die meisten Belange

Eine Lösung für sehr effizientes IT-Monitoring ist Check_Mk, eine Open Source-Software. Seit über 10 Jahren wird Check_Mk von kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch von Konzernen und öffentlichen Einrichtungen genutzt. Check_Mk liefert eine riesige Bandbreite an Funktionen – darunter mehr als 1.800 Plugins – und eignet sich hervorragend, um Hard- und Software sowie virtualisierte Systeme und Dienste zu überwachen.

Eine Software – Zwei Editionen

Zwei Editionen der Software werden angeboten: eine RAW Edition sowie die Enterprise Edition, die als kostenfreie Version oder als Jahres-Abo verfügbar ist und vor allem für den professionellen Einsatz in Unternehmen gedacht ist. 

Die Check Mk RAW Edition ist 100% open source, basiert auf Nagios und bietet alle grundlegenden Funktionen wie SNMP Überwachung, Container- und Cloud Monitoring, Alarmierungen, Hard- und Software-Inventur und natürlich Serverüberwachung und Log-Management. 

In der Enterprise Edition wird der Funktionsumfang unter anderem um SLA-Reporting, ein umfangreiches Berichtswesen, automatisierte, dynamische Hostverwaltung und einen deutlichen Performance-Zuwachs erweitert. Vor allem für große Infrastrukturen lohnt sich diese gesteigerte Performance da weit über 100.000 Hosts erfasst werden können und das Intervall für die Erfassung der Messdaten sekundengenau erfolgen kann.

Für kleine Unternehmen ist die kostenfreie Enterprise Edition hervorragend geeignet. Sie bietet dieselben Features, ist jedoch auf die Überwachung von 10 Hosts beschränkt.

Einfache Installation

Monitoring System : Check_MK Dashboard

Check_Mk ist vielfältig einsetzbar und auf nahezu jedem Betriebssystem lauffähig. Dazu zählen verschiedene Linux-Distributionen, Windows, macOS sowie fast jedes andere unixoide System. Nach dem Download der gewünschten Version von der Check_Mk-Website, können Sie direkt mit der Installation beginnen. Die Installation selbst benötigt über das bereitgestellte deb-Paket nur wenige Minuten und ist danach sofort einsatzbereit.

Einstellungen

Der erste Schritt nach der Installation führt Sie zum Anlegen von Instanzen oder Sites. Jede Site stellt eine in sich geschlossene Monitoring-Umgebung dar, die Hosts, Services und Benutzer enthält. Das Besondere: Sie können mehrere Sites anlegen, um beispielsweise Funktionen in einer Test-Site auszuprobieren. Beim Anlegen jeder Site erstellt Check_Mk automatisch ein Verzeichnis, einen Linux-Nutzer sowie einen Nutzer für die Weboberfläche, in der Sie das gesamte System verwalten.

Nach dem Starten Ihrer ersten Site, können Sie sich Im WATO-Konfigurationsmenü (Web Administration Tool), der Weboberfläche, anmelden. Hier können verschiedene Benutzer angelegt, Rollen vergeben, Berechtigungen konfiguriert und das gesamte Monitoring verwaltet werden. 

Dabei können auch Zeitperioden definiert, länger laufende Prozesse angepasst und Alarmierungen konfiguriert werden.

Alarmierungen

Konfiguration von Alarmierungen in Check_MK

Damit die richtigen Personen über den Ausfall eines Systems informiert werden, können verschiedene Regeln definiert werden, um eine schnelle Wiederherstellung von geschäftskritischen Systemen und Prozessen zu gewährleisten. 

Dazu wird die Benachrichtigung nicht nur auf E-Mails beschränkt, sondern auch moderne Kommunikationstools wie Slack oder Mattermost werden unterstützt. Wer nicht im Besitz eines Smartphones ist, kann über smstools (SMS Server Tools) auch per SMS benachrichtigt werden oder Alarmierungen direkt an ein Ticketsystem weiterleiten lassen.

So praktisch Alarmierungen auch sind, in Check_Mk sind sie optional. Gerade zu Beginn Ihrer Monitoring-Reise empfiehlt es sich, zunächst ohne Alarmierungen zu arbeiten, bis nur noch sehr selten Fehlalarme produziert werden. Schließlich sind Hinweise auf Störungen und Fehler erst dann wirklich hilfreich, wenn nicht die Hälfte der E-Mails gar nicht auf einen echten Fehler aufmerksam machen.

Agentenbasiertes Monitoring

Um nicht nur die Verfügbarkeit eines überwachten Systems abzufragen, sondern alle benötigten Informationen direkt auslesen zu können, verwendet Check_Mk Agenten. Diese Agenten sind im Prinzip ein Stück Software, das auf dem jeweiligen Zielsystem läuft. Sie übermitteln regelmäßig Informationen an Check_Mk, um den aktuellen Status darzustellen. 

Viele Geräte verfügen bereits über eigene Agenten, wie beispielsweise SNMP-Agenten auf Netzwerkgeräten. Für die Überwachung von Servern und Workstations hat Check_Mk bereits eigene Agenten im Gepäck, die Sie installieren müssen. 

In den WATO-Einstellungen finden Sie zahlreiche Agenten, für Linux / UNIX basierte Betriebssysteme wie Ubuntu, Debian und CentOS, aber auch MAC-OS und natürlich Windows. Zusätzlich können Sie auch Dienste und Anwendungen wie Apache oder NGINX Webserver, Managementsysteme wie Plesk, Websphere oder Datenbankmanagementsysteme wie MySQL, SQL, Postgres oder MongoDB ins Monitoring aufnehmen.

Check-Mk und i-doit

Setzen Sie i-doit schon ein und überlegen, Check_Mk als Monitoring-Lösung in Betrieb zu nehmen? Oder nutzen Sie bereits Check_Mk und planen, i-doit als CMDB und Dokumentationslösung einzuführen?

Egal in welcher Reihenfolge – gemeinsam entfalten die beiden Tools Ihr volles Potential. Sie können die Überwachung von Geräten direkt in der CMDB konfigurieren und sicherstellen, dass neue Geräte nicht ohne Monitoring in Betrieb genommen werden. Dadurch vereinfachen Sie Ihre Prozesse und sparen wertvolle Zeit.

Die Koppelung der beiden Systeme erfolgt mit einem simplen Add-on. i-doit bietet die Möglichkeiten Check_MK Add-on 1 und Check_MK Add-on 2, die je nach Version von Check_Mk zum Einsatz kommen.

Check_MK Push und Pull - Datenaustausch mit i-doit CMDB & IT-Dokumentation

Durch das Add-on entfällt eine doppelte Datenpflege komplett und Sie können die Informationen Ihrer IT-Dokumentation ganz einfach mit den Live-Monitoring-Daten aus Check_Mk ergänzen. 

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie z.B. einen neuen Server erst in i-doit dokumentieren oder als neuen Host in Check_Mk anlegen. Die Synchronisation funktioniert durch das PUSH / PULL Verfahren in beide Richtungen (Bidirektional). So kann ein in i-doit dokumentierter Server direkt nach Check_Mk übertragen werden oder ein im Monitoring bereits vorhandener Server in i-doit exportiert werden, um ihn mit zusätzlichen Informationen wie z.B. Angaben zum physischen Standort, Kontaktpersonen, Verträgen uvm. zu erweitern.

Hier liegt die große Stärke dieser Kombination: Die Daten aus dem Monitoring sind hochaktuell und Informationen, wie z.B. Status, IP-Adressen und Dienste, werden in der CMDB automatisch aktualisiert. Dort werden wiederum alle geänderten Daten automatisch erfasst und lassen sich zu jeder Zeit nachverfolgen – kein aufwändiges Filtern und Prüfen von Log-Dateien! 

Zusätzliche Informationen, wie vorhandene Verträge, die im Monitoring nicht registriert werden können, werden in der CMDB problemlos erfasst und auch darüber hinausgehende Beziehungen zu Lieferanten, Administratoren, Service-Verantwortlichen uvm. sind dort direkt ermittelbar. So kann der IST- mit dem SOLL-Zustand der unternehmensweiten IT-Infrastruktur verglichen werden, um Statusveränderungen auf einen Blick erkennen zu können.

Anwender die gegenbenenfalls keinen Zugriff auf das Monitoring erhalten, können dennoch in der IT-Dokumentation erkennen, ob Dienste derzeit teilweise eingeschränkt oder gänzlich ausgefallen sind, da sich der CMDB-Status von Objekten durch die Koppelung der beiden Systeme automatisch ändert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, das Administratoren ohne Umwege Handlungsanweisungen aufrufen und Eskalationsstufen abbilden können.

Installation und Betrieb

Das Check_Mk Add-on kann wie alle anderen i-doit Add-ons im Kundenportal heruntergeladen und im Administrationsbereich durch einfaches Hochladen der ZIP-Datei installiert werden. Danach rufen Sie das Konfigurationsscript idoitcmk auf, das Sie durch die weitere Installation führt und die i-doit JSON-RPC API mit der Check-Mk Web API verbindet. Bei der Installation können Sie optional auch einen Proxy-Server konfigurieren.

Achten Sie jedoch darauf, Check_Mk und i-doit nicht auf demselben Server zu betreiben, da sonst bei einem Ausfall beide Systeme nicht zur Verfügung stehen.

Haben Sie noch Fragen zum Betrieb von Check_MK mit i-doit? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht an info@i-doit.com.

Pattrick Bluhm - Mit-Autor des i-doit Blogs

Der Autor

Pattrick Bluhm ist geprüfter IT-Projektleiter im Bereich ITSM, IT-Dokumentation und CMDB. Er konzeptioniert und realisiert Dokumentationsprojekte mit i-doit für mittelständische Unternehmen in der DACH-Region. 2020 veröffentlichte er das Buch mit dem Titel "IT-Dokumentation - Projekte erfolgreich umsetzen".